C : Tagebuch akuell

-von unten nach oben zu lesen (Datum)
11.8.17

Man bemerkt, mir stand lange nicht der Sinn danach, diesen Blog mit Neuigkeiten anzufüllen.
Ich war viel zu beschäftigt damit, per Eisenbahn des öfteren zu meiner Tochter zu fahren, meinen Enkel zu genießen. Beide sind wohlauf, das Stillen klappt nun total, der Bursche entwickelt sich prächtig! Ich zerfließe vor Freude bei seinen Quiklauten!!!!!!!!!

Ich selbst?
Schmerzen beherrschen mich Tag und Nacht, kann seit Wochen nicht annähernd durchschlafen. Und ich wünsche mir immer sehnlicher, dass ich meine Introjekte ausknipsen kann, um endlich meinen Körper mit wenigstens leichten sportlichen Bewegungen wieder in Gang zu kriegen. Bewegung wäre das Einzige, was mir helfen würde. Ja, nun mach das mal mit diesen unerträglichen Schmerzen.
Trotzdem gehe ich regelmäßig (mit Fahrrad oder Moped) in die Stadt, um am Leben teilzuhaben! Zu Lesungen, Märkten, auf Wohnungssuche. Ja, ich will schon wieder umziehen. Ich brauche einen Balkon, unbedingt. Nur wüsste ich im Moment nicht, wie ich kräftemäßig einen Umzug bewältigen soll. Ich will es aber unbedingt! Also fahre ich die Stadt ab auf der Suche nach Wohngegenden, die mir gefallen würden.

24.6.17

Die Lage hat sich entspannt, Mutter und Kind sind wohlauf. Beim Stillen muss noch gekämpft werden…..die beratende Hebamme ist leider die falsche, drängt laufend aufs Zufüttern. Der Flaschennuckel bewirkte eine Abwehr der viel saugschwierigen Brustwarze….wie kann man so eine Meinung haben wie diese Hebamme. Verstehe ich nicht. Meine Tochter versucht aber alles, den Kleinen wieder zu 100% ans Stillen zu gewöhnen. Sie weint jetzt nicht mehr so oft dieses Themas wegen. Gott sei Dank, den der Junge braucht eine entspannte Mama.
Immer wenn ich ansprach, dass glückliche Mama und entspanntes Baby wichtiger sind als auf Teufel komm raus stillen zu wollen, wehrte sie mich ab, wurde böse.
Klar möchte jede Mama stillen. Verstehe ich. Aber eine depressive Verstimmung, innere Anspannung und Unruhe wegen zu hoher Eigenansprüche übertragen sich auf den Säugling. Anstatt die erste Zeit miteinander zu genießen, schuf sich meine Tochter Stress. Schade. Nun aber scheint sie sich zu fangen und zu beruhigen.
Beide Elternteile sind sehr, sehr liebevoll und geduldig.
Ich selbst atme natürlich auch endlich auf, denn selbst heute kann ich nicht aushalten, wenn meine Tochter leidet.

28.5.17

Gedanken von mir:
Du wachst auf, da ist kein Kind bei dir? Wieso hast du geschlafen? Wo ist das Baby?
Grauenvoll stelle ich mir das Szenario vor, wenn du zu einer natürlichen Geburt angetreten bist…..plötzlich wie aus dem Nichts aufwachst, und nicht weißt was passiert ist.
Von anderen musst du erfahren, dass man dir und dem Kind das Leben retten musste, dich dafür Hals über Kopf in Narkose setzen musste, wovon du gar nichts mehr mitbekommen hast.
Du öffnest die Augen und erlebst das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann: Was ist los? Wo ist mein Kind?
Dass dies ein schweres Trauma ist, will eine frisch gebackene Mama nicht wahrhaben. Sie tut alles in ihrer Macht stehende, um bei ihrem Kind zu sein. Der Instinkt funktioniert, die Seele wird ausgeblendet.
Später, wieder zuhause, willst du alles für dein Kind sein, kämpfst wie eine Löwin darum, dass alles so funktioniert, wie man es bei einer frisch gebackenen Mutter erwartet….glaubst du! Aber niemand erwartet etwas, niemand!
Nach so einem lebensbedrohlichen Zustand kann niemand etwas erwarten. Jeder dich umgebene Mensch ist froh, dass ihr beide überlebt habt, mehr erst einmal nicht!
Aber du willst funktionieren, willst in das Schema passen, was andere vorgeben. Also verheimlichst du jedem, wie es in dir aussieht. Alle Kontakte nach außen vermeidest du, niemand darf merken, wie unsagbar schwer der Anfang ist für euch. Menschen, die dich lieben, die dir beistehen wollen stößt du weg, schmeißt mit Verletzungen um dich, damit du dir auch ja sicher bist, dass sie wegbleiben. Du lügst sie an, was deinen Zustand betrifft.
Es macht hilflos, nichts tun zu können. Es tut weh, dass eigene Kind in so einer Situation zu wissen, aber ihm nicht beistehen zu dürfen.
Das Kind, das niemals schwach wirken möchte, dass niemals so sein wollte wie die eigene Mutter…traurig, verzweifelt.
Was du aber vergisst: Du wirst geliebt und nicht bewertet!

19.4.17

Es geht weiter bergab, taumle ins Reich der Vermeidung, sammle in ausgebeulten Taschen meine Ängste……

rums…..ich bin im NICHTS! Schon seit Tagen.

Und heute Nacht kam der Schmerz dazu. Der Schmerz des Fühlens. Und ich weiß nicht einmal so genau, was an Geschehenem nun konkret so weh tut. Es zerreißt mich, schlittere auf den alten Wunsch zu…..
Wieso fress ich eigentlich die Antidepressiva, wenn sie nicht helfen?

3.4.17

Den ganzen Tag schon muss ich Tränen unterdrücken. Nur kurz ließ ich sie zu. Habe keine Ahnung was mich so runter zieht….seit Tagen fühle ich es wie einen wachsenden Berg. Sehe ich in die letzten Wochen, filtert sich nur eines heraus:

Überall, aber auch wirklich in jeder Situation fühle ich mich abgelehnt! Dieses Gefühl ist stärker als der Verstand, der mir anderes sagt. Nicht nur, den Gefühlen ausgeliefert zu sein ist schlimm, sondern die Tatsache, dass ich scheinbar umsonst alles dagegen setze……keine Technik, kein Skill funktioniert.
Nun müsste ich mir die Mühe machen, eine Innenkonferenz einzuberufen, nachzufragen wem was auf der Seele liegt. Müsste ich! Doch wieder siegt die Angst davor, es nicht steuern zu können. Seit 6 Monaten ohne Therapeutin an meiner Seite heißt es ja wegschieben, nicht nachdenken um nicht abzurutschen.

Was in solch belasteter Zeit extrem Überhand nimmt,  ist die Wahrnehmung von dem, was meinem Gegenüber „umgibt“. Ich scheine jede Schwingung des anderen zu fühlen……..es macht mir Angst……ich will das nicht mehr!!!!!!!!! Es strengt so an, mich von dem, was da rüberschwappt zu distanzieren! Bin ausgelutscht……ja, so könnte man meinen derzeitigen Zustand beschreiben, ausgelutscht, übermüdet und unheimlich traurig. Versuche mehrmals täglich Trost zu finden in den Gedanken, dass unser Engelchen ab und an mal an uns denkt. Kurz klappt das…kurz. Mehr aber auch nicht. Aber je mehr ich das versuche, um so deutlicher wird mir unsere Einsamkeit bewusst. Immer öfter ist der Gedanke da, dass mein Umzug hierher ein großer Fehler war. Habe so oft Heimweh nach der Stadt, die mich 30 Jahre lang aufgenommen hatte. Puh, höre auf zu schreiben…..abblocken….abblocken…..wegschieben….

27.3.17

Ich schaufle und schaufle Aktivitäten auf das Wabbern in meinem Bauch. Mit jedem neuen Tag steigt mit wachsendem Gewicht der Druck auf den Wabberbrei…. er will überquellen.

10.03.17

Ich bin wieder mobil! Geld eines staatlichen Fonds hat es möglich gemacht, dass ich nun ein Moped habe. Das ist einfach toll. Bin jetzt viel öfter draußen, kann Treffen kontinuierlicher wahrnehmen, und ich komme so auch an Treffpunkte, die ich sonst  zu Fuß nicht hätte erreichen können.
Was die Füße betrifft: mal wieder wird es mit starker Röntgenbestrahlung versucht. Hatten wir schon mal 2015 gesamt 18 Mal. Gebracht hat es nichts. Nun, plazebotechnisch könnte ich ja mal hoffen, oder?

26.2.17

„Es gibt zwei Tage im Leben, an denen wir nichts ändern können:
Gestern und Morgen!“ (aus dem Netz)

Oh Mann, wie wahr!

9.2.17

Mich beschäftigte im letzten Eintrag meine Freundin. Passiert ist zwischenzeitlich ein Telefonat mit ihr, in dem ich deutlich gesagt habe, was ich unter echter Freundschaft verstehe. Das Ende vom Lied….sie wurde laut, schien völlig verunsichert. Was aber wieder in diesem Gespräch deutlich wurde ist, dass sie nicht versteht, dass es sich nur um mein Fühlen handelt, und sie sich nicht ändern muss. Sie ist eben so, und das ist eben nicht passend für mich. Wir haben unterschiedliche Werte zu Freundschaft an sich. Und das hat wirklich nichts damit zu tun, ob man viel oder nur wenig Zeit für den anderen hat. Es hat was mit Wertschätzung zu tun.

3.2.17

Schon krass immer wieder zu erleben, wie alles zu kippen scheint. Dinge im Heute, die für die Meisten einfach kleine Misserfolge oder Pech sind, werfen mich dermaßen um….poplige Dinge einfach, wie –
a) die Antidepressiva reichen nicht, weil die MTA es in 4 Monaten nicht hinkriegt, mir einen Termin zu geben, ich aber es auch nicht gebacken kriege, mir einfach mal nur ein Rezept zu holen, weil ich eben zur falschen Zeit an der Praxis erscheine,
b) weil ich wieder in einem Raum mit 10 Frauen es kaum aushalte, die krasse Ablehnung von nur einer zu spüren….ich will es jedesmal neu aushalten, weil die anderen 9 eben tolle Menschen sind…dann steht eine Fahrt (5 Tage) mit dieser Truppe an, und ich schiebe deswegen jetzt schon Panik, obwohl ich so gern mit möchte,
c) weil sich meine „Freundin“ bestimmt gestern wieder nur mal gemeldet hat und sich treffen will, weil sie eine Bitte an mich hat….ansonsten ist kaum Interesse da an meiner Person…..
Uppsa, uppsa, uppsa….nachts vor 3 Uhr finde ich keinen Schlaf, wandle rum, rauche, das Gedankenkarussell verursacht einen so extrem inneren Druck….da wollen wieder so viele von uns weinen….hingesehen finde ich nur eines:
Fühlen uns abgelehnt!
Ich kann tun und lassen was ich will, in erwachsener Verantwortung Aufklärung im Innen schaffen, im Außen die Realität wahrnehmen und abgleichen …….
jetzt kam gerade sogar eine nette Mail von unserem Engelchen rein….und die schafft aber auch keine Gefühlsveränderung…die Tränen drücken trotzdem.
Merke, dass ich seit Tagen wieder am Abrutschen bin. Wie ne Blöde schaffe ich mir Beschäftigung als Ablenkung…….Hilft nicht! Die einen tun und machen, während die anderen sich weiter reinsteigern.
Das ist so ätzend! Da steigt Angst auf!

26.1.17

Alle springen im Dreieck vor Freude! Unser Engelchen hat uns geantwortet. Die Große zieht den 🎩  :  das Engelchen ist millionenfach sportlicher als sie. Einige Kleine freuen sich so, weil sie fühlen, dass sie „gesehen“ wurden vom Engelchen. Denn sie konnten was lesen, was nur für sie bestimmt war.
Das tut sooooooooooooooooooooooooooooooooooooo gut!!!!!

22.1.17

Mir geht es gut!
Ich liebe es, diesen Satz zu sagen!
Trotz der Schmerzen genieße ich das Beisammensein mit anderen – Lyrikfreunde, Ausstellungen, Konzerte, Schulfreunde, und besonders der Spanischkurs.
Was ich zur Zeit tue, das kommt so bewusst bei mir an, wunderbar!
Ich schiebe die Möbel, stelle alles um, bin begeistert weil es neu scheint.

12.01.17

Hm, soso, also ich weiß nicht…..????? Das mit den Füßen wird nicht besser. Andere Köperteile sind ebenfalls ununterbrochen „aktiv“, was ich aber seit Jahrzehnten kenne und einfach wegdrücke. Schmerzen??? Quatsch!!! Hab dich nicht so!! Ständige Schmerzen in der Kindheit durch Prügelexsesse des Stiefvaters…..gelernt zu ertragen! Gehört zum Leben – gelernte Tatsache! Wahrnehmung der Schmerzen seitdem vorhanden, aber Bewertung gekappt… so isses eben, ob bei Stürzen, Unfällen, notwendigem Nähen der Haut (puh, wozu Narkose, mir machen Schmerzen nichts) Mit der Gabe von Antidepressiva vor 13 Jahren haben sich die Schmerzen etwas reduziert. Heute weiß ich warum – Schmerzschwelle und so…!
Aaaaaaber……irgendwie kommt vieles geballt wieder.
……laufen will der Mensch, sich fortbewegen, einfach so!!!!!!!!!!!!
Ich träume vom Spazierengehen mal 10 Minuten ohne irgendeinen Schmerz. Ich hasse das Problem mit den Füßen.
Arztbesuche hasse ich wie die Pest, vermeide ich schon immer weitestgehend. Wartezimmer – der Horror! Vorsorgeuntersuchungen usw. erst recht nicht.
Aber aufrecht gehen möchte ich können, wenigstens das!
Man ahnt, was in Steigerung im Alltagsleben alles so überhaupt nicht geht. Habe es so satt – zwei einhalb Jahre nicht normal, nicht schmerzfrei die Füße auf den Boden setzen. Da hört das Wegdrücken-Können auf! Ich kann einfach nicht mehr. Wollte raus aus den Depressionen, bin deshalb umgezogen, wollte neu anfangen. Nun zwingen mich aber die Scheißfüße zu Arztbesuchen und Physiotherapien….wie ich das hasse!
Nach Millionen Untersuchungen,selbst Szintigrafie, Bluttest usw., steht die Diagnose Fibromyalgie neben der, der alt bekannten Fersensporne + Achillessehnen- entzündungen. Ungewöhnlich dennoch, dass so einige Entzündungsherde im Körper gefunden wurden, was typischerweise bei dieser Diagnose Fibromyalgie sonst nicht der Fall ist.
Fibromyalgie…. Hm, soso… erinnere mich… schon in der Kindheit – heute noch – kann ich nicht schmerzlos auf der Seite liegen, was bedeutet: Seit 50 Jahren wälze ich mich beim Einschlafen hin und her vor Schmerz, bis die Erschöpfung Schlaf bringt. Rückenlage ging noch nie. Es wetteifern nachts Schmerzen und Gedankenkarrussel! Mal abgesehen von vielen anderen jahrelangen Schmerzen, die ich einfach negieren wollte.
Traumata/Gewalt/Schmerzgedächtnis…. Fibromyalgie…,hm. ??????
Habe mich kundig gelesen, aber… ist die Disso – Ident. nicht schon an sich eine körperliche Manifestierung der Traumata, weil – fällt ja unter Somatisierungsstörungen???? Wäre das nicht eine doppelte, und somit Zuviel-Diagnose?
Bin ratlos.

14.12.16

Heute hat die Schwedin Geburtstag! Die Frau, die seit meinem 15. Geburtstag meine Anlaufstelle war und ist, meine Vertraute, so etwas wie eine Ersatzmutter. Nun ist sie 76 Jahre alt, und immer noch stehen wir im engen Kontakt, nur leider seit rund 4 Jahren nur noch telefonisch, da sie nach Schweden gezogen ist. Beim heutigen Telefonat erwähnte sie, dass ich diejenige war und bin, die einzige, mit der sie über wirklich alles reden kann. In diesem Moment fiel eine unsagbare Schuld von mir ab. Schuld – das Gefühl dafür, dass ich sie all die Jahre immer wieder mit meinen Problemen belastet hatte. Dass es aber ein Nehmen und Geben war, …das habe ich so noch nie gesehen. Ja, und darum tat mir das Gespräch heute mit ihr unsagbar gut.
Im gleichen Atemzug wurde ich böse auf meine schmerzenden Füße, die seit über zwei Jahren jeglichen Urlaub verhindert haben. Dabei steht die Einladung nach Schweden schon so lange an. :-(( Und ich möchte meine Schwedin einfach noch einmal richtig fest in den Arm nehmen, richtig fest und lange.

Leute, mir geht es zur Zeit gut wie lange nicht.
Liegt es daran, dass ich mich frei gemacht habe von Bevormundung, und dieser Akt mich ins Erwachsenen-Dasein befördert hat? Keine Ahnung.
Belebt mich die Schwangerschaft meiner Tochter?
Ist die innere Ruhe eingetreten, weil ich endlich keine zwei Termine täglich zu bewältigen habe? (Das war Extremstress für mich.)
Ich kann endlich wieder basteln, werkeln und malen, mir sitzt keine Zeit im Nacken!
Fühle ich Selbstbestätigung, weil ich wieder einmal meinem Bauch vertraut hatte, und sich die Sache bestätigt hat … dass eine sogenannte Freundin überhaubt keine Freundin ist, sondern eine Egoistin. So hört, die von mir gewählte Abgrenzung, langsam auf weh zu tun. Langsam, aber stetig. Ich konnte ihr ein NEIN ins Gesicht sagen, freundlich, aber bestimmt! (stolz auf mich) Umso mehr freut mich, dass eine andere Schulfreundin gerne mit mir Zeit verbringt.

Mir geht gerade durch den Kopf, dass ich so enorm hellhörig, vorsichtig, empfindlich und misstrauisch bin, weil mich die Kindheit so gemacht hat. Aber diese Eigenschaften machen auch einsam. Das merke ich immer wieder. Oft wünschte ich mir, einfach oberflächlich ohne Ansprüche durch die Welt maschieren zu können. Damit ließe es sich bestimmt unbeschwerter leben im Umgang mit den Menschen.

Warum ich heute schreiben wollte: Diagnose Multiple

Ich weiß nicht, ob es anderen Betroffenen auch so geht!?
In der jetzigen guten, mit Ruhe ausgefüllten Phase glaube ich an eine Fehldiagnose. Mich nerven keine Stimmen im Kopf, ich rutsche nur in positive kindliche Gefühle, ich habe keine Paniken, keine Alpträume, die Motorik funktioniert.
Geblieben sind nur Einschlafprobleme und die mit der Zeit.
Zeit: – kein Gefühl für Minuten oder Stunden, – krasse Vergesslichkeit, – kaum eine Erinnerung der letzten Tage, Wochen, Monate lässt sich zeitlich zuordnen (ohne Kalender mit Notizen hätte ich keine Erinnerungsmöglichkeiten)
Also, nur zwei Probleme, die jeder zweite Mensch der Erde auch hat!
Ich bin wie jeder andere! 🙂

18.11.16

Es ist still geworden in den letzten Tagen. Nach so viel Aufruhr, so viel Stress und Angst haben sich in mir Einige aufatmend in die Ecke gelegt. Sie müssen nicht mehr WACHEN, nicht mehr auf halb-Acht-Stellung sein. Der letzte Therapeutenbesuch war nicht leicht: Jemanden ins Gesicht zu sagen: „Ich gehe hier jetzt weg, weil ich mich selbst schützen muss! Außerdem zollen Sie mir keinerlei Respekt.“ (sie ließ mich 20 Minuten schmoren, obwohl niemand weiter in der Praxis war) Wow, ich habe es geschafft! Nur zwei Minuten dauerte die „Therapiestunde“. Brief übergeben, mein Buch geschnappt und weg war ich. Da war dann erst einmal ein großes schwarzes Loch, aber ich glitt nicht wie sonst hinein. Es scheint, als ob es bis ins Innerste angekommen ist, dass wir uns selbst etwas wert sein müssen. Ich kann wieder etwas besser schlafen, und ich widme mich dem Basteln, Nähen und Stricken……Dinge, die mich runterfahren! An eventuelle Ängste im Morgen, Übermorgen…denke ich nicht. Ich lasse mich treiben im Heute und spüre, dass dies genau das Richtige momentan ist! Kein „Oje, was wird sein!“. Einfach nur Dinge tun in diesem Moment, die mir Spaß machen.

Leute, habs noch gar nicht erwähnt. Ich freue mich riesig drauf, auch wenn es ziemliche Aufregung verursacht: Ich werde zu einem Weihnachtskonzertes in einer ausverkauften Kirche Lyrik von mir lesen. Ist echt aufregend….in so einem Rahmen!

1.11.16

Uuuuuuhaaaaa, ich bin auf Krawall gebürstet!

Warum können wir Worte niemals wörtlich nehmen?

Oje, heute denke ich anders darüber: „Stell es dir doch selber hin, wenn du es schön findest.“ Ich werde keinen Befehlen mehr folgen, keinen!

31.10.16

Bin momentan wieder irgendwo dazwischen!
Da finden sich kein Schlaf, keine Ruhe im Kopf! Alles bleiert, alles rupft das Innen nach Außen.
Und dennoch hat sich eine Art Team gebildet, dass sich wehren will für uns. Verdammt noch mal- ich bin stolz auf euch!
Die Erkenntnis für so viele von uns neu: Wir wissen was wir brauchen! Und wir können NEIN sagen!
Wow. Da muss sich ohne mein Wissen etwas entwickelt haben, nur durch euch selbst, ihr Lieben (Meinwesen).
Schon verrückt, dass die falschen Therapieansätze,-versuche bisher uns darin weiter entwickelt haben, dass unser Selbstfürsorgesystem angesprungen ist – nein, sich überhaupt erst entwickelt hat – ! Schief Gelaufenes und Retraumatisierungen in der Summe von 13 Jahren sind Hilfe zur Selbsthilfe? Egal, hauptsache lebenserhaltend.

Heute wäre Therapie gewesen 26.10.16

Vorhergesagt: ~ 50 Minuten vergehen ab Terminzeitpunkt und Beginn des Therapiegespräches im Durchschnitt! Von 25 Stunden brauchte ich genau zweimal nur 15 Minuten warten. Das ist doch was, oder?
Letzte Woche musste ich sage und schreibe 90 Minuten warten. Und ich Trottel hab es auch getan.
Heute habe ich mir nur 30 Minuten als Limit gesetzt. ( hatte einen Tag vorher per SMS um Mitteilung gebeten, sollte sich wieder was verschieben….Aber es kam keine Verschiebe-Nachricht von ihr) Den geschriebenen Brief hatte ich dabei, war aber doch so drauf, ihr die Dinge und noch mehr mündlich zu sagen. Dazu kams nun nicht. Ich zählte die Frist runter, das könnt ihr glauben, jede einzelne Minute. Tja, dann ich schrieb auf den Umschlag wie lange ich gewartet hatte, steckte ihn in die Türritze und weg war ich.
Fühle keine Wertschätzung, wenn man mit meiner Zeit macht, was man will. Bin noch immer geladen, und das nun schon genau ne Woche lang.
Will mir für die nächsten Tage vornehmen, den Gedanken an die Thera weit von mir zu schieben.

Wir wissen über uns… auch am 23.10.16 Stunden später
teilweise Briefauszug (der Thera gegeben) und tw. Tagebuch:

Es gibt keine gemeinsamen Erinnerungen.
Entweder werden sie leblos übermittelt, oder aber der Anteil ist draußen, kann berichten unter unsäglichen Gefühlen.
Die heute erwachsene ##jährige ist eine vor rund 3 Jahren erschaffene Außen-Ich-Funktionieren-Person, kein wirklicher Anteil. Sie ist jemand, der alles zusammen hält, gegen die Depressionen angeht, im Inneren versucht zu vermitteln, zu ordnen und uns damit zu stabilisieren.
Aber sie ist ein Hohlkopf! Denn in ihrem Kopf sind keine eigenen biografischen Erinnerungen, keine langjährigen Erfahrungen über Gefühle, Bindung, Sozialverhalten usw. Ihr Kopf fängt von vorne an.
Wenn es was zu wuppen gibt, ist sie also vorn.

Ich soll in der Therapiestunde spontan sagen, was mir in den Kopf kommt.

??????????????? Sie bekommt das ganze Denken vieler Anteile total wirr als Buchstabensalat in ihren Kopf geschickt. Was soll sie damit anfangen, was aus diesem Salat fischen? Nicht nur dass sie überfordert ist, sie kann auch keinerlei Bezug herstellen. Was sie von unserer Vergangenheit weiß, hat sie aus den Tagebüchern. Diese ##jährige ist nicht therapiefähig, denn so gesehen ist sie eine Außenstehende.

Ich soll in der Therapie die Kindersprache unterdrücken, sondern aus der Sicht einer Erwachsenen reden!
??????????????????????
Dilemma: einerseits absolute Spontanität erwünscht -soviel zum Thema Assoziation- andererseits Kind wegdrücken, draufschauen was gedacht wurde, in Erwachsensprache umwandeln und dann erst aussprechen!
Na das nenne ich mal Spontanität!
Mal abgesehen davon,
a) dass sich keine Kleine nach draußen trauen in der Stunde und
b) der Kopfsalat.
Druck, Dilemma, Anspannung und Gedanke:
Die Therapeutin weiß zwar von den Anteilen, gibt Ratschläge dazu, aber arbeiten will sie nicht mit ihnen?
Da kam schon mal resolut der Satz:“Sagen Sie ICH, nicht WIR!“
Das ist hart!
Wir fühlen Ablehnung und denken, dass sie nicht wirklich versteht, was Viele-sein bedeutet, dass sie nicht an wirkliche eigenständige Meinwesen glaubt.
(Und in Wir-Form reden und schreiben wir doch absolut selten.)
Aber ohne die Meinwesen mit ihren Erinnerungen geht die Therapie doch gar nicht. Was wir als Kind waren, durften wir damals nicht sein!
So wollten wir nie wieder fühlen. Wir möchten sein was wir sind!
SEIN DÜRFEN!
Bitte nicht Sein SOLLEN!
PS: Das Switchen kann ich zu 95% nicht beeinflussen, wie soll ich da kontrolliert sprechen können?
Nachtrag: Erlebe ich eine Retraumatisierung? Denke schon.

23.10.16
(Artikel)
Irgendetwas stimmt nicht, wenn ich nach einer Therapiestunde,kaum Zuhause, zusammenbreche. Mir ist an der Therapeutin aufgefallen:
Immer sitze ich trotz Termin noch eine Stunde im Wartezimmer….so viel zum Thema, dass WARTEN einer meiner größten Trigger ist.
In wirklich jeder Stunde beschwert sie sich über mein Verhalten. „Winken sie nicht ab, ich wollte auch was dazu sagen!…Die Kleinen sollen sich hier raushalten, sich nicht äußern. Das übernehmen sie als Erwachsene! …Sie denken nach, anstatt mir zu sagen, was genau in der Sekunde durch ihren Kopf geht, oder was in ihrem Körper passiert! So geht das nicht!“ ….usw.
In meine Sprache übersetzt: Ich bin nicht so, wie sie mich haben will. Halleluja! Das Schlimmste aber: Auch wenn sie mir das Gefühl vermittelt, sie verstehe die Zersplitterung in mehrere Anteile…aber mit den Anteilen zu arbeiten lehnt sie ab! Sie meint immer: „Die anderen, das sind ja in Wirklichkeit sie!“ Daraus höre ich, das eine wirkliche Akzeptanz der Anteile nicht da ist. Ja wie soll denn Therapie gehen? Ich sitze da, und versuche alles zu kontrollieren, um der Thera gerecht zu werden. Schätze, dies ist genau der falsche Weg. Da baut sich Druck und Anspannung auf, und Vertrauen entsteht gar nicht erst. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Alles dazu habe ich ihr schon gesagt, aber….nichts ändert sich. 25 Stunden sind nun um. Mit ihr einen Neuantrag stellen? Was sagt ihr?

22.9.16

Buh, bin so was von fertig, kopftechnisch und körperlich. Heute hat die hart erkämpfte ambulante Reha (gehässige Fersensporne) angefangen. Am ersten Tag ausnahmsweise mehr Stunden (sonst 4) …. ganztägig wegen zusätzlicher Untersuchung und „Rundgang“. Stellt euch vor, zu einer Physiotherapiestunde Sport war ich mit 7 fremden Männern allein in einem Raum tätig und ……………………………………….nichts, NICHTS😀😀😀 Hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Suuuuuuper! PS: Ich habe aber auch den Vorteil, dass ich in der Gruppe „untere Extrimitäten“ gelandet bin, in der sich nur sportverletzte junge Männer befinden (Knie-OP und so) Was heißen soll a) ein lecker Trost für meine alten Augen und b) die Garantie zu haben, in Ruhe gelassen zu werden, da ich aus dem Altersraster falle ….lol…..grrrr!!!!! 😂😆😆😆 Danach war noch Kraftraum, und später dann Strom und Lymphdrainage einzel ………nicht viel, aber für mich anstrengend. Nicht nur dass mein Körper sich gewundert hat über die sportlichen Einlagen -ächz-, so lange Zeit Menschen um mich herum…..aaaaanstrengend, weil ich es nicht mehr gewohnt bin. Bin kaputter/breiter als ein Harzer Käse auf Pilgerwanderung.

Schon merkwürdig, dass ich mich immer älter mache als ich bin, bzw. mit dem Alter kokettiere. Dabei fühl ich mich wirklich meist nur wie 15 Jahre alt.

12.9.16

Ich habe da mal neue Gedichte in „Gedicht Schmerz“ reingepackt. Für mich nicht neu; konnte leider lange nicht schreiben, aber für euch mal was anderes. Die Kleinen von uns drängeln seit Tagen – sie wollen malen für ihr Engelchen, das bald Geburtstag hat. Also ich weiß nicht….🙁🤔🤔 Ihnen zuliebe, ich weiß, sollte ich es erlauben. Was ist mit mir? Alles ist so kompliziert.
Wochenendprodukte der Großen:

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29.8.16

Bin hier im Netz scheinbar selten wirklich, wirklich ehrlich. Sonst hätte ich längst formuliert, dass wir ohne unser Engelchen das Gefühl haben, alles ist zu Ende. Woran liegt das, frage ich mich oft. Dann kommt der Gedanke: Nicht zum ersten Mal im Leben, zeigte jemand uns Wertschätzung …. aber zum ersten und einzigen Mal schien es die absolute Mehrzahl von uns zu glauben, es kam ganz ganz tief in uns an. Es berührte unseren Kern, es erweckte etwas in uns ….die Lebensberechtigung! So, nun ist es raus! Wir vermissen unser Engelchen so unsagbar doll! Und obwohl wir auch wissen, dass sie nichts gegen einen weiteren losen Kontakt hätte….es tut soooooo weh, was sie geschrieben hatte…..als ob alles gar nicht wahr gewesen wäre….die Akzeptanz der Kleinen in uns! Wir schaffen es nicht, uns bei ihr zu melden, und wissen, es ist die Angst vor Ablehnung. Der scheinbar übliche Teufelskreis: Was wir nicht zulassen, muss uns auch keine Angst machen. Ich find das Scheiße.

23.8.16

Die Zustände wechseln enorm, sind oft parallel, überlagert, irreführend.
Fersenschmerzen seit zwei Jahren ununterbrochen. Da hilft auch kein dissen mehr, lassen sich nicht mehr ignorieren. Tiefe Sehnsucht nach einem genussvollen Spaziergang…nach so langer Zeit scheint dies der Traum aller Träume! Weiß nicht mehr was wandern ist, was spazieren, erst recht nicht was tanzen, von Urlaub machen können mal ganz zu schweigen. Für alles braucht man die Füße. Gegen die Depressionen ankämpfen ohne solche Genüsse ist nicht einfach. Versuche das Nötigste im Leben seit zwei Jahren mit dem Fahrrad zu erledigen. Und nun will die Krankenkasse mir keine wichtige ambulante Reha gönnen. Zusätzliche Kämpfe die mich überfordern.
Rumms, bin bei den Zuständen, die mein Innen nach Außen kippen, Oben wird zu Unten, meine Kompetenzen sind vergraben im Niemands-Ich, im Haushalt weiß der Eine nicht, was der Andere macht…explodierende Espressokannen auf dem Herd…rumliegende Putzutensilien zeugen von Anfängen, aber…, Fisch in der Pfanne wird zu Kohle (man gut, dass in der Küche kein Feuermelder ist), Licht bleibt an, Fenster werden nicht geschlossen….meine Motorik spielt verrückt – muss extrem langsam machen selbst beim Aus-der-Badewanne-steigen, jede Ecke in der Wohnung wird „mitgenommen“, Kontrolle scheint verloren zu gehen…höre lieber mit dem Aufzählen auf, bringt nichts, ist zu viel.
Logisch, dass da Ängste aufsteigen. Noch bin ich völlig selbstständig, will das nicht verlieren. Nun hoffe ich, dass diese unkontrollierbare Zeit wieder vergeht. Kontrolle – das Schlüsselwort an sich! Davon lebte ich bisher, überlebte ich.
Appropo überleben.
Habe in meinen Unterlagen Notizen von mir gefunden:

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2.8.16

Blog schreiben oder Tagebuch, danach ist mir seit Wochen nicht zumute. So heftig / intensiv habe ich vorher noch nie eine ambulante Therapie erlebt. Obwohl es scheinbar mit lapidarem Kram anfängt, ist am Ende eine Taschentuchpackung mindestens verbraucht. Das Weinen ist beschämend,….selbst für diese Aussage bekäme ich jetzt „Ärger“ (ich soll jedes Gefühl herauslassen)…… möchte aber das Weinen gar nicht vor Anderen. Und immer wieder die Frage: Wann hat sich endlich mal alles ausgeweint?
Und ich bekomme gute Hinweise, so dass ich dann zuhause viel schreibe. Briefe an die Meinwesen, Schilderungen der Vergangenheit um eben genau die Anteile weinen lassen zu können. Hauptsächlich geht es um die Akzeptanz: “ Es war Unrecht! Ein Kind ist nicht schlecht, nicht wertlos und schuldig!“
Das ist äußerst heftig für uns. Wir kämpfen an gegen Eingeimpftes, dass uns bisher am wahren Leben hinderte. Und je mehr Anteile ich anspreche, um so mehr Trauer und Wut steigen nach oben! Endlich mal auch Wut!
In diesem Kampf findet sich kein Nerv, keine Zeit, mich mit dem Blog zu beschäftigen. Habe ich mal nicht zugeschwollene Augen, dann gehe ich nämlich raus! Raus in die Außenwelt, ins Leben, in die Realität! Das geht langsam besser!
PS: Nach über 50 Jahren Sucht nach Süßigkeiten kann ich endlich darauf verzichten! Und ich esse auch alles andere sehr kontrolliert! Eine neue Erfahrung, die mich stolz macht. (wieder 3 kg weg)

28.6.16

Über 6 Jahre lang kam bei einem Blick in den Spiegel „Du fette Kuh, so etwas wie dich …ekelhaft!“ Dabei war ich noch nie ein Mensch der wirklich überfett wirkte. Meine Größe machte so einiges wett, niemand glaubte so recht meine Kilozahl. Im letzten Jahr kam ich an eine Grenze des Gewichtes, die ich selbst nicht mehr akzeptieren konnte….ich sah Fett im Gesicht, Fett am Hals…die Beschimpfungen im Innen nahmen zu.
Heute?
Das Beschimpfen hat aufgehört, plötzlich scheine ICH (wer bist du?) mich real zu sehen. Viele Fragen stehen im Raum, zu denen ich wirklich keine Antwort finde.
= Floh, warst du der Abwertende? Bist du plötzlich auf unserer Seite?
= 12 Kilogramm in den letzten drei Monaten abgenommen…habe dünne Staksen (Beine)…macht dies uns einen neuen Blickwinkel? Warum beschließen oft mehrere Meinwesen „Wenn wir jetzt einfach nichts mehr essen, dann fallen wir tot um. Suuuuper, also los!“ Feigheit vor der Aktivität des Suizids?
= Hat die erleichternde Erkenntnis, dass wir nicht mehr leben MÜSSEN, unsere Ansichten geändert, unsere Wahrnehmung? Diese Frage kommt auf, weil ich mich nicht an so eine Ruhe in mir erinnern kann, wie ich sie seit Tagen fühle. Eine Ruhe, die aus mir selbst heraus kommt, und nicht eine „erschaffene“ Ruhe, wie ich sie mir schon als 8 Jährige beim Gang über den Friedhof gedisst habe. Innen tot machen – nichts fühlen müssen – so gewabnet die elterliche Wohnung betreten zu können – nichts kam an mich ran! Ich frage mich ernsthaft, ob nach 50 Jahren Aushalten müssen, 50 Jahre Zwang im Kopf, …. und nun endlich die Schranke überwunden zu haben….ich meinem lebenslangen Wunsch, sterben zu dürfen, endlich nachgehen zu können….mir dies einen inneren Frieden bringt, diese Ruhe? Schafft mir diese Ruhe einen neuen Blick?
= Bin ich wach geworden aufgrund der Enttäuschung über mir nah stehende Menschen? Steckt dahinter, endlich real auf diese Menschen sehen zu können? Bin ich also mal erwachsen anwesend? Rael in den Welt?
= Oder bin ich auf dem Weg weiter pro Monat eine Konfektionsgröße weniger zu haben, bis ich verschwunden bin? Macht dies ruhig?

Viele Fragen, auf die ich sicher keine Antworten finde, denn zu unterschiedliche Meinungen kommen aus mir heraus.
Oder jede/r einzelne/r Gedanke/Frage sind schon die An..tworten?

19.6.16

Warum können wir Worte niemals wörtlich nehmen? (Artikel)

„Stellen Sie sich bitte ein Glas hin, während Sie auf mich warten!“

Zum wiederholten Mal gesagt. Aber ich wage es nicht, in einem fremden Raum etwas anzufassen. „Warum haben Sie sich kein Glas genommem?“
„Ich habe keinen Durst! Und hätte ich Durst gehabt, wäre ich aufs Clo gegangen, und hätte am Wasserhahn getrunken.“

Man meint, es sei ein einfacher Dialog. Aber was mir dann gespiegelt wird….halleluja! Und dann setzten die Erinnerungen ein, ich erkannte die Zusammenhänge.

Wo ich anfangs dachte: Warum meckert die immer so?, erkenne ich, dass es die erste Thera ist, die mein Denken, mein Verhalten spiegelt, damit ich mein verqueres Agieren verstehe, und das nach 12 Jahren Therapie und etlichen Thera’s.

In dieser Stunde, Sunden danach, den Tag danach weinten wir ununterbrochen.
Wieder ins Bewusstsein zu kriegen, wie wir als Kind erlebten, fühlten…Scheiße!
Ich fasse zusammen:
– Warum hinterfrage ich jedes gesagte Wort?
– Warum suche ich einen Haken, wenn mir jemand etwas Gutes will?

Angst war mein Dasein, jede Stunde, jeden Tag, 16 Jahre lang.
Immer auf der Hut, in völliger Anspannung musste ich jeden gehörten Satz hinterfragen, deuten, jede Tonlage erkennen….nur…nur um herauszufinden, ob ich mir eine „Ruhephase“ vor der Angst gönnen kann.
Und selbst dies war unsicher, denn nie konnte ich etwas als Gegeben annehmen, stets kippte die Stimmung der Eltern von einer Sekunde auf die andere, und ich war ohne Vorwarnung den Schlägen ausgesetzt.
Auf Worte konnte ich mich nie verlassen.
Meine Gedankenkreisel als Kind waren Tag und Nacht:
Warum hauen die mich?
Was hab ich denn getan?
Warum bin ich denn schlecht?
Warum, warum, warum?

Fragen über Fragen meine ganze Kindheit über.
Antworten?
Antworten gab es niemals!

Zu niemanden konnte ich gehen, mich anvertrauen.
Bei der Geburtsfrau mal anlehnen, Sicherheit suchen? Kannte ich nicht, gab es nicht, erinnere mich nicht einmal an einen liebevollen Blick.

Ein Mädchen, dass kein Vertrauen, keine Geborgenheit, erst recht keine Sicherheit erlebt hat, niemals. Niemals!

Das war ich. Ein Mädchen, deren jede Pore vollgestopft war mit purer Angst! Jahr für Jahr nur Angst!!!!!!

Warum soll ich heute glauben können, dass irgendjemand mir wirklich gerade etwas Gutes sagt, oder etwas Gutes will?
Woher soll dieser Glaube kommen? Selbst in unserem Erwachsenenleben konnten wir diese Erfahrung nicht so machen, als dass sie nur ein einziges Mal stetig war, glaubhaft. Immer kamen böse Konsequenzen.

Im Heute suchen wir also noch immer nach dem Haken! Suchen nach Bedingungen, die dann eingefordert werden, versuchen wir den Tonfall zu analysieren….Summasummarum: Wir gehen von vornherein in Abwehrstellung um uns zu schützen, und das, obwohl die Kindheit fast 40 Jahre her ist.

Darauf sehen zu müssen, dass ein kleines Mädchen so leben musste, so aushalten musste……tut verdammt weh. Erst recht die Erkenntnis: Das war ich!

Kein Wunder, dass alles aus uns heraus weint und weint.
Ist das Trauer? Endlich? Fängt damit die Verarbeitung an?

15.6.16

„Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung sind meist nicht in der Lage, die 4 Teilbereiche der menschlichen Psyche (Körpererleben, Gefühle, Gedanken, Verhalten) in einem Ganzen zu erleben. Jeder dieser Zustände wird getrennt wahrgenommen, man erkennt für sich selbst keinerlei Zusammenhänge zwischen Fühlen, Denken, Wissen und Körper.
Für die Betroffenen ist es die wahre Hölle, sich nicht steuern zu können.“

Ist dies der Grund, dass ich vor einiger Zeit Erlebtes einfach nicht verarbeiten kann, keinen Abschluss finde, keine Lösung? Ist dies der Grund, warum ich nach Enttäuschungen „einfach so“ nichts mehr fühlen kann? Schiebe ich das Fühlen einfach weg? Verliere ich auf diese Art Freunde, Menschen…..nur weil ich keine Lösung finde, und den scheinbar einfachsten Weg nehme: Strich ziehen, Aus und Ende? Aber ich kenne mich doch auch anders!? Wenn mein ganzes Herz dran hängt, kann ich loyal, treu sein. Warum geht dies nicht immer?

12.6.16

Wir wollten sterben wegen einem Menschen, dem wir nicht wirklich etwas bedeuten.

Die Erkenntnis wiegt schwer und erschreckt. Im Nachhinein verstehe ich es aber. Wir hatten zum ersten Mal einem Menschen unser Vertrauen geschenkt, die Kleinsten von uns haben die gereichte Hand angenommen, eine neue Erfahrung, die sie lebendig machte. Da wollte jemand Mutter sein in seiner Rettungsfantasie… wollte uns eine erste positive Bindungserfahrung schenken…drei Jahre aus der Ferne…das war einfach. Bis zu einem Tag im März, an dem wir echt in Not waren, per Mail (wie immer) eine Rückversicherung wünschten, dass sie uns nicht verlässt. Die Antwort war ein Schlag ins Gesicht, in die Magengrube….zerriss uns das Herz: Sie ist total genervt, hat keine Zeit, und bitte keine Kinder im Kontakt mit ihr.
Und diese Zeilen lasen auch die Kinder. Und AUS war all das, was uns am Leben hielt. Da war er wieder, der Verrat.
Rumms, das Hoffen war weg, das Kämpfen wollen, das Durchhalten.
Wozu auch, wenn sich all das Schlechte wiederholt, das uns den Lebenswillen nimmt.
Zuvor trat zwar immer ein bewusstes und konkretes Planen für einen Selbstmord ein, aber die Verantwortung für die erwachsene Tochter hinderte uns am Verwirklichen unseres Traumes- die irre Sehnsucht nach Erlösung vom Leben. Diesmal war alles anders. Wir sind über die Schuld-Schwelle geschleudert (die uns bisher versagte, gehen zu dürfen) und eine unsagbare Ruhe trat in unserem Inneren ein. Eine Ruhe, die aus der Einigkeit aller Anteile resultiert, endlich.
Die Vorstellung, nicht mehr MÜSSEN zu müssen…..unsagbar erleichternd!

Heute, Wochen später?
Wir können uns einfach nicht mehr bei diesem Menschen melden, zu groß die Verletzung. Wer meinen Blog seit Jahren verfolgt, weiß, dass von unserem Engelchen die Rede ist. So hatten wir sie wahrgenommen, so konnten wir über ihr Lächeln imaginieren, den Kleinsten jede Nacht die nötige Sicherheit bieten, dass sie ohne Angst zur Ruhe kommen. Für sie war das Engelchen ihre Mami.
Logisch ging aber nun nach dieser Katastrophe das Imaginieren nicht mehr. Die Nächte wurden zum Albtraum, jeder neue Morgen ein Hass auf das Leben.
Das Planen…das Planen ist momentan das Einzige, was uns morgens aufstehen lässt. Alles muss erledigt und bereinigt sein, meine Tochter soll keine Arbeit mehr haben.
Warum ich darüber rede?
Will damit Nägel in den Boden schlagen.
Will damit spüren, was in mir abgeht. (PS: Und nichts geht ab!)
Alles ist gut, so wie es ist.

10.6.16

Das Mäuschen im Wolfspelz (Artikel)

Jahrelang wurde ich im Inneren beschimpft und genötigt. Musste mir Dinge anhören wie: Du gehörst auf den Müll! Bist weniger als der Dreck unter Fingernägeln! So was wie dich braucht kein Mensch! Warum springst du nicht endlich? Mach dem Ganzen ein Ende, ist besser so für den Rest der Welt! Sieh dich doch an, du fette Kuh! Wage es ja nicht dich gut zu fühlen! Halt ja die Fresse, ich warne dich! Wenn du auch nur ein bisschen verrätst, ich warne dich!…usw., usw., usw.!!!!!!!! Kam ich der inneren Stimme nach, indem ich mich einigelte, mich selbst wegschloss, mich vollstopfte mit Lebensmitteln, Kontakte vermied oder känzelte….ließ er mich in Ruhe. Aber wehe ich versuchte Bindung aufzubauen…dann wurde das Täterintrojekt aktiv, störte meine Kontaktversuche mit Kopfschmerzen, oder lautem Dazwischengerede, was mir die nötige Konzentration auf das Gespräch raubte. Am Einfachsten fiel es ihm aber, mich mit Worten runterzumachen, mir jeden zaghaften Versuch, ein Selbstwertgefühl zu entwickeln, zu unterbinden.
Ein Mann Anfang Dreißig, boshaft, abwertend, drohend, angsteinflößend….so sah ich ihn in mir. Eine Traumasitzung torpedierte er schon aktiv, und danach schien er im Inneren alles klein zu schlagen, verwüstete unser Haus, brüllte rum. Angst machen wollte er uns – und schaffte dies auch. Das war vor rund zwei Jahren.

Und dann vor einem Monat eine EMDR-Sitzung zu diesem Täterintrojekt, dem VERLEUMDER, wie er seit Jahren heißt.

(PS: Es war ein ungeplantes, zwischengeschobenes Klinikintervall, das einzig und allein dazu dienen sollte, mich von meinen Suizidplänen abzubringen, mir einen sogenannten Perspektivwechsel zu schaffen. Die Thera wollte meinem schlimmsten Introjekt einen anderen Weg aufzeigen. Aber diese 1 1/2 Stunden brachten mir nur noch tiefere Verzweiflung als vorher.)

Es war eine grauenhafte Sitzung.
An die Details kann ich mich nicht mehr erinnern, schließlich wurde er ja befragt…anfangs.
Dann war da irgendwann die Frage: „Was ist los? Wo sind Sie gerade? Was sehen Sie?“ Ich sah nichts, ich roch! Ich roch den ekligen Gestank von kochenden Babywindeln.
Und dann war ich da, in der ersten Wohnung meiner Kindheit, und dann fühlte ich aus mir heraus plötzlich jemand anderen. Was heißen soll, dass ich switchte.
Die Thera versuchte einen erwachsenen Anteil dazuzuholen, und fragte nach, denn ich zitterte plötzlich, rückte von ihr ab. Sie fragte, was der Verleumder von mir erwartet.
-“ Nähe zu anderen Menschen ist verboten! Wage es bloß nicht, du gehörst nur mir! Reden ist erst recht verboten! Wenn du auch nur ein Sterbenswörtchen zu jemanden sagst, dann schlage ich dir den Schädel ein!“

Sie schrieb es auf Zettel, legte sie vor mir auf den Boden, und fragte wieder und wieder nach dem Grund!
Buha, das war wohl zu viel. Plötzlich war ich 6 Jahre alt und starb vor Angst.

Wie ich auf die Thera wirkte, oder was da genau passierte, kann ich nicht sagen. Nur eines wurde mir bewusst: Sie versuchte immer wieder tröstend meine Hände zu greifen, ich dagegen fühlte dies mit Todesangst, schrie NEIN und weinte, zog meine Hände immer weg.
In mir drin ein Gefühl: „Wenn du das erlaubst, bist du tot!“
Wollte weiter weg von ihr rücken… ging nicht, da war die Wand. Ich schrie sie an, dass sie weiter weg gehen soll, was sie dann auch tat.

Dann habe ich Lücken in der Erinnerung. Ich weiß nur noch, dass irgendwann ein riesengroßes Entsetzen in mir aufstieg! In mir, der Mutter eines eigenen Kindes…Entsetzen darüber, dass ein 6 jähriges Kind aus Todesangst Zuwendung ablehnt. Das Wort Entsetzen reicht dafür gar nicht aus, finde aber kein anderes.
Und der zweite Schlag war die Erkenntnis, dass hinter dem erwachsenen Täterintrojekt VERLEUMDER, diesem grausigen Mann in meinem Inneren, ein 6jähriges Kind steckt, ein eingeschüchteter, vor Todesangst schlotternder Junge.
Ich weiß nicht, ob Außenstehende nachvollziehen können, was da in meinen Gefühlen abging. Ungeheuerlich!
Erinnern tue ich mich auch noch an die völlige Hilflosigkeit der Thera, dass sie nichts weiter tun konnte, als wegzurücken. Sie hatte ja eigentlich mit der Sitzung auch vor, dem Introjekt eine Neuerfahrung anzubieten.
Aber …. Profi wie sie ist, sprach sie dann mit dem kleinen Jungen, fragte, was er sich wünschen würde. „Wegfliegen, ganz schnell wegfliegen, in die Wolken hoch!“ „Mit wem willst du fliegen? Wer soll dich da raus holen?“ „Ein riesengroßer Adler“ kam als Antwort.

In dieser Sitzung wurde nichts „verraten“, kein Grund genannt für die Drohungen. Nichts kam als irgendeine Erinnerung dazu, nichts. (später: fremde Schreie)

Tage später bekam der Junge seinen Wunschnamen Florian. Weil er so flink ist, dürfen wir ihn Floh nennen. (Jetzt wisst ihr, warum ich ein Adlerfoto gepostet habe. Der Adler als sein innerer Helfer!)

Was dann später im Innen alles noch so seinetwegen passierte, und wie wir uns langsam annähern, dass schreibe ich ein anderes Mal.

4.6.16

Wenn plötzlich mehrere Anteile nach außen drängen (Artikel)

Zurückerinnern, wann ich diesen Zustand zum ersten Mal bewusst fühlte, fällt schwer. Aber mindestens das letzte Jahr begann diese Art …. na ich nenne es mal Stress.
In den Zeiten (manchmal wochenlang) höchster innerer Anspannung reicht eine Kleinigkeit und mein Körper will mit Zucken beginnen. Tut er auch, wenn ich allein bin und ich es nicht unterdrücke. Dann erst höre ich im Innen lauter Stimmen, alles redet durcheinander. Einiges verstehe ich, anderes kommt nicht mal in Sätzen an. Ab diesem Moment kann ich im Kontakt mit Menschen dem Gespräch nicht mehr folgen, kann die nötige Konzentration einfach nicht aufbringen. So ein paar Minuten kann ich das Ganze verbergen, dann aber muss ich gehen, weil ich keine Kraft mehr habe, das, was da mit mir passiert, zu verstecken.
Ich habe das Gefühl, als wolle jeder (mind. 5) zu seinem Recht kommen, im Außen zu sein. Sie schieben, schubsen, drängeln. Ich habe dann das Gefühl, als wolle jede Gliedmaße in eine andere Richtung, im schnellen Wechsel. Ich bin ein zuckendes Etwas, wirr in den Gedanken. Und wenn da aber noch dazu die Gefühle jedes einzelnen dazukommen….Halleluja. Im schwierigen Traumabearbeitungssetting erlebte ich schon bis zu 30 Anteile gleichzeitig. Mittlerweile weiß ich, dass sie im annähernd gleichem Alter sind, und die gleichen Traumata haben. Warum sie so drängen weiß ich auch mittlerweile. Es sind die Meinwesen, die ich noch nicht kenne, die sich aber gezeigt haben bei Traumaexposition zu einem jeweils gleichaltrigen bekannten Anteil.

28.5.16

Hatte alle Tagebücher gelöscht, mein Facebook Konto ebenfalls….
noch nie war ich so bereit, alles hinter mir zu lassen.
Die Stadt triggert mich wie verrückt, ich hatte mich eingeigelt, völlig abgekapselt, inszenierte also selbst die unerträgliche Einsamkeit. Und dann war da noch die Enttäuschung über einen uns so extrem wichtigen Menschen. War nicht mehr fähig die Kleinen von uns zu beruhigen, die Imagination „Unser ganz persönlicher Engel“ zur Nachtruhe funktionierte nicht mehr…zu groß die Enttäuschung, fühlen uns verraten…..an Schlaf war seit Wochen nicht zu denken…und insgesamt ans Weiterleben erst recht nicht.

Eine gewünschte Rückmeldung von mir verursachte dann plötzlich eine Klinikeinladung. (April/Mai)
Nun gut, dachte ich, versucht haben wir’s ja immer schon.
Also bin ich hingefahren. Letztendlich war dieses Intervall ein Disaster.
Tja, da bin ich nun wieder zuhause … resümiere den Klinikaufenthalt als ziemlich Erwachsene – ziemlich nur, weil es nicht wirklich über 18 ist – … und fühle im Innen die Unruhe der Kleinen. Ist nichts Neues. Aber sie haben ein Geschenk zum Ausmalen von der Thera bekommen zum Abschied.
Ich hatte den Mut der Klinikthera zu sagen, wie es in uns wirklich aussieht, und dass wir nicht wiederkommen werden, weil wir einfach keine Besserung verspüren, weil wir keine Hoffnung mehr haben und keine Kraft.
Konnte ihr klar machen, dass EMDR nicht funktioniert bei den vielen, vielen Switches währenddessen und danach. Nicht getraut zu sagen habe ich das Wort Retraumatisierung. (Große Gefahr bei Multiplen im EMDR-Verfahren)
Aber ich schätze sie als sehr, sehr klug ein, sie weiß es auch so.
Fakt ist, der Abschied für immer von dort ist nicht einfach. Aber ich muss dafür sorgen, dass mein Innensystem stabil wird, muss achtsamer mit uns umgehen, muss aufhören in Therapien etwas für jemanden zu tun, statt es für uns zu tun.
Jedenfalls kaum zuhause muss ich die doppelte Pillenration futtern, weil es das letzte Rezept so wollte, die Tabletten sich nicht teilen lassen.(Will ja nie wieder zu dieser Psychiaterin gehen.) So muss ich bis Mitte Juli warten, da kann ich endlich zu einer anderen. Was ich sagen will: fühle mich wie taub, versuche irgendwie über die Runden zu kommen.
ABER:
Ich konnte endlich Tacheles mit meiner Tochter reden, habe mich getraut, sie an ein Jahre zurückliegendes Gespräch zu erinnern …..auch wenns mir unendlich schwer viel, weil ich ihr ja keinen Kummer machen möchte (was ich aber sicher seit Jahren tue mit meiner Störung) … Ich bekam eine erlösende Antwort!
„Mam, du darfst das nicht von mir abhängig machen! Es ist deine Entscheidung, weil du ja mit all dem zurecht kommen musst, nicht ich. Aber vergiss nicht, da gäbe es noch einiges zu verpassen, z.B. ein Enkel irgendwann!“
Oh Mann, mir fiel eine jahrelange Last ab.
Ohne einen „Zwang“ leben zu müssen…vielleicht lässt es sich leben? Keine Ahnung.

Auf jeden Fall gilt es jetzt schnellstens die Kredite abzuzahlen, Ordnung in alles zu kriegen…vorzusorgen.

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