– eigene Gedichte mix

Alle Texte sind durch mich urheberrechtlich geschützt, d.h. kopieren erlaubt, aber nicht als eigenen Text ausgeben.  (tw. veröffentlicht)

.

Zur Nacht

Wiegend fällt
aus deinen Augen
die Sanftheit
über mich
Weich legt sich
ein Tuch
aus Sternen
und Liedern
auf meine
Seele

.

Herbsterleben

Bevor der neue goldne Regen fällt

bette ich mich noch ein Mal

auf dem Letztjahreslaub

ehe es in den Boden versinkt

mit all den Erinnerungen

des schönsten Jahres

meines Lebens

Kein neuer Herbst

wird jemals wieder

solche Farben werfen

in mein Herz

.

Tanztee

Zwischen sich
wiegenden Körpern
liegen Jahre
gemeinsam gelebter Zeit
An den Mündern
machen sich
Lachfalten breit

In der Musik
fliegen sie
fest an den Händen
mit Melancholie

.

Abriss der Geschichte

Der Bagger bricht mit seinen Zähnen
dicht beatmete Wände ein
Über Generationen gravierte
Geschichten in Stein
stürzen zusammen
durchschneiden die Stille
mit kehligen Lauten
Wie ein Pilz
steigt Staub auf
Gesagtes wirbelt wild
durcheinander
findet sich nicht mehr
im Gewühl der Jahrzehnte
Nur noch Buchstaben regnen
Da ist kein Wort mehr mit Sinn
erst recht kein Satz der erzählt
Übrig
bleibt ein Haufen
Vergessenes
Wird entsorgt
mit der nächsten Fuhre

.

Bis auf den Grund

der Berg verschlingt
den Klumpen Gold
der Himmel fängt Feuer
der See erstarrt in Stille
auf ihn fallen in Blut
getränkte Wolken
die letzten Splitter
des Tages
sinken langsam ab
in unendliche Tiefen
der Nacht

.

Du bist

Die Erinnerung spinnt Fäden
um nicht gelebte Träume
die in Strängen jeden Tag
das seidne Tuch weben
auf das ich mich bette
mich getragen fühle
von deinen warmen Händen
die meinen Körper halten
meine Sinne nähren
Ich liebe
weil ich lebe
aus allem
was du mir
noch heute bist

.

Goldmarie

Der Morgen drückt
mit klarem Blau
fahle Nebelschwaden
auf den Grund
Sonne taucht den Wald
in purnes Gold
Goldmarie
wartet auf den Wind
um sich den Schoß
zu füllen
dass ihr was bleibt
vom Jahr
und sie
in Hoffnung hüllt

.

Süße Qual

Kann nicht satt werden
vom Geschmack
deiner Lippen
Einen Entzug
verweigere ich
Lieber falle ich
der Überzuckerung
zum Opfer

.

Sehnen

wie
Stunden zählen
Unruhe
halb sein

.

Sattes Türkis

legt sich
auf das letzte Rot
Der Tag ergibt sich weich
sinkt in die Erinnerung
von Herzen und Büchern
Nach und nach
kippt die Nacht
Schwarz ins Blau
Aller Atem wird langsamer
Der letzte Wind
verfängt sich
im Geäst
säuselt nur noch
dem der`s hören will
leise Geschichten zu

.

Das Band

Blicke fallen
ineinander
verweben sich
im gleichen Puls
Lippen
finden sich
glühend heiß
Hände auf der Haut
die Brände
löschen
Zeit bleibt
stehen
schlingt
das Band
um diesen
Augenblick

.

Heimat

In ruhigen Momenten
Liebe in mir
Das glättet meine Seele
wirft mir meine Schatten ab
Breite meine Arme aus
In geschlossenen Augen
findet sich Heimat

.

Nur ein Hauch

Ohne Berührung
mit Lippen
und Händen
auf deiner Haut
einen
Flächenbrand
legen
der nicht
gelöscht
werden will
von dir

.

Entbehrung

Wenn dein sanfter Blick
auf mich
mit kristallblauem Glanz
dich
nach außen stülpt
und mir
deine Tiefen zeigt
finde ich
dort
den Grund
dich
zu lieben

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