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Professor Dr. med. Ulrich Sachsse

2. Februar 2016

Diese , im Netz gefundene Vita bewegte mich dazu, genau seine in Göttingen aufgebaute Traumastation besuchen zu wollen. ( er selbst arbeitet nicht mehr aktiv dort).
Nach 3 Jahren Wartezeit war ich endlich an der Reihe. 5 Intervalle habe ich hinter mir. Ich kann die Asklepios-Klinik  nur empfehlen. (Station 9)

-auf „www. Ulrich Sachsse.de“:

Professor Dr. med. Ulrich Sachsse

Gründungs-Herausgeber der Zeitschrift „Persönlichkeitsstörungen – Theorie und Therapie PTT“, Schattauer

Buch-Publikationen

Sachsse Ulrich, Herbold-Schar, Willy (2015) Selbstverletzung. Schattauer, Stuttgart.
Sachsse Ulrich, Herbold-Schar, Willy (2015) Selbstverletzung. Buchtrailer,Schattauer, Stuttgart.
Sachsse Ulrich (2015) Proxy – dunkle Seite der Mutterschaft. Schattauer, Stuttgart.
Sachsse Ulrich (2015) Proxy – dunkle Seite der Mutterschaft. Buchtrailer, Schattauer, Stuttgart.
Sachsse Ulrich (2015) Proxy – dunkle Seite der Mutterschaft. Stefanie Engelfried im Gespräch mit Schattauer-Autor Prof. Sachsse, Teil 1 Schattauer, Stuttgart.
Sachsse Ulrich (2015) Proxy – dunkle Seite der Mutterschaft. Stefanie Engelfried im Gespräch mit Schattauer-Autor Prof. Sachsse, Teil 2 Schattauer, Stuttgart.
Sachsse Ulrich (2015) Proxy – dunkle Seite der Mutterschaft. Stefanie Engelfried im Gespräch mit Schattauer-Autor Prof. Sachsse, Teil 3 Schattauer, Stuttgart.
Stang Kirsten, Sachsse Ulrich (2014) Trauma und Justiz. Schattauer, Stuttgart und New York. 2. Auflage
Sack Martin, Sachsse Ulrich, Schellong Julia (Hg) (2013) Komplexe Traumafolgestörungen. Diagnostik und Behandlung von Folgen schwerer Gewalt und Vernachlässigung. Schattauer, Stuttgart.
Özkan Ibrahim, Sachsse Ulrich, Streeck-Fischer, Annette (2012) Zeit heilt nicht alle Wunden. Kompendium zur Psychotraumatologie. Vandenhock & Ruprecht, Göttingen.
Herbold Willy, Sachsse Ulrich (Hg) (2012) Das so genannte Innere Kind. Vom Inneren Kind zum Selbst. Schattauer, Stuttgart, 2. Aufl.
Dulz Birger, Herpertz Sabine C., Kernberg Otto F., Sachsse Ulrich (Hg) (2011) Handbuch der Borderline-Störungen. Schattauer, Stuttgart, 2. Aufl.
Kottje-Birnbacher Leonore, Sachsse Ulrich, Wilke Eberhard (Hg) (2010) Psychotherapie mit Imaginationen. Huber-Verlag, Bern.
Lüdecke Christel, Sachsse Ulrich, Faure Hendrik (2010) Sucht – Bindung – Trauma. Psychotherapie von Sucht und Traumafolgen im neurobiologischen Kontext. Schattauer, Stuttgart und New York.
Schäfer Ulrike, Rüther Eckart, Sachsse Ulrich (2009) Hilfe und Selbsthilfe nach einem Trauma. Ein Ratgeber für seelisch schwer belastete Menschen und ihre Angehörigen. Vandenhock & Ruprecht, Göttingen. 2. Auflage
Sachsse Ulrich (Hg) (2009) Traumazentrierte Psychotherapie. Theorie, Klinik und Praxis. – Studienausgabe von Sachsse Ulrich (Hg) (2004). Schattauer, Stuttgart und New York.
Stang Kirsten, Sachsse Ulrich (2007) Trauma und Justiz. Schattauer, Stuttgart und New York.
Herbold Willy, Sachsse Ulrich (2007) Das so genannte Innere Kind. Vom Inneren Kind zum Selbst. Schattauer, Stuttgart und New York.
Schäfer Ulrike, Rüther Eckart, Sachsse Ulrich (2006) Hilfe und Selbsthilfe nach einem Trauma. Ein Ratgeber für seelisch schwer belastete Menschen und ihre Angehörigen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.
Schäfer Ulrike, Rüther Eckart, Sachsse Ulrich (2006) Borderline-Störungen. Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige. Vandenhoeck & Ruprecht
Sachsse Ulrich (Hg) (2004) Traumazentrierte Psychotherapie. Schattauer, Stuttgart und New York.
Özkan Ibrahim, Streeck-Fischer Annette, Sachsse Ulrich (Hg) (2002) Trauma und Gesellschaft. Vergangenheit in der Gegenwart. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.
Sachsse Ulrich, Özkan Ibrahim, Streeck-Fischer Annette (Hg) (2002) Traumatherapie — Was ist erfolgreich? Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen. 2. Auflage 2004.
Streeck-Fischer Annette, Sachsse Ulrich, Özkan Ibrahim (Hg) (2001) Körper, Seele, Trauma. Biologie, Klinik und Praxis. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen. 2. Auflage 2002.
Kernberg Otto F., Dulz Birger, Sachsse Ulrich (Hg) (2000) Handbuch der Borderline-Persönlichkeitsstörungen. Schattauer, Stuttgart. 1. Unveränderter Nachdruck 2001.
Kottje-Birnbacher Leonore, Wilke Eberhard, Sachsse Ulrich (Hg) (1999) Imagination in der Psychotherapie. Huber-Verlag Bern und Göttingen.
Sachsse Ulrich (1994) Selbstverletzendes Verhalten. Psychodynamik-Psychotherapie. Das Trauma, die Dissoziation und ihre Behandlung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen. 6. Auflage 2002.
Leuner Hanscarl, Kottje-Birnbacher Leonore, Sachsse Ulrich, Wächter Martin (1986) Gruppenimagination. Gruppentherapie mit dem Katathymen Bilderleben. Verlag Hans Huber, Bern, Stuttgart, Toronto.
DVD & CD 

….hier würden jetzt wieder zwei ganze Seiten folgen, die ich euch aber ersparen will.

Weitere Beiträge sowie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften

…..hier würden > 10 Seiten folgen..zB.:
Sachsse Ulrich (2003). Der diagnostische Notnagel. Ist die Dissoziative Persönlichkeitsstörung eine ernsthafte Erkrankung oder ein Fantasieprodukt der Therapeuten? Geist&Gehirn(4), 38-39.
Sachsse Ulrich (2003) Distress systems of human beings: Consequences for PTSD therapy strategies. European Psychotherapy 4, 11.
Sachsse Ulrich (2003) Distress-Systeme des Menschen. Persönlichkeitsstörungen PTT 7(1), 4-15.

Anschriften des Autors

Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Psychoanalyse
Honorarprofessor der Universität Kassel
Praxis
Ulmenstr. 11 A
D-37124 Rosdorf
Tel. xx49-(0)-551-782310
Fax: xx49-(0)-551-7899880
Email: ulrich.sachsse@t-online.de
Asklepios Fachklinikum Göttingen
Rosdorfer Weg 70
D-37081 Göttingen
Tel. xx49-(0)-551-402-1010
Fax: xx49-(0)-551-402-2092
Email: u.sachsse@asklepios.com
Aktualisiert am 19. September 2011

Was ist EMDR? Wie läuft so eine Sitzung ab?

10. September 2015

Mein Glück war ja, dass ich meine Intervalltherapie auf der von Prof. Dr. U. Sachsse aufgebauten Station machen konnte, und bei Bedarf weiterhin machen darf. Er ist einer der deutschlandweit bekanntesten Spezialisten dafür.

EMDR

Durch die Augenbewegung – rechts , links – oder durch leichtes Klopfen auf die Oberschenkel – rechts , links – scheinen sich ( empirische Untersuchungen bestätigten dies ) die linke und rechte Gehirnhälfte zu „verbinden“.

Beispiel bei Behandlung von PTBS:

Der Patient geht mit dem Wissen um die alten Geschehnisse in die Sitzung. Er wird aufgefordert, vom Trauma zu berichten. Eine sehr schmerzvolle, kräftezehrende Prozedur, weil alles noch einmal durchlebt wird. ABER : Die EMDR – Technik bewirkt, dass das Gehirn begreift, dass die Situation keine aktuelle mehr ist. Das Gehirn kann sie endlich als Vergangenheit einordnen.

Je öfter die gleiche Situation auf diese Art besprochen wird, um so weniger Gefühle und körperliche Reaktionen treten auf. Damit hören die Flash’s auf.

Der wichtigste Tip von mir:

Wenn nach einer EMDR-Sitzung eine Woche nicht reicht, dass Ruhe im Inneren einkehrt, dann solltet ihr unbedingt darauf bestehen, dass zu diesem Thema weitere EMDR-Sitzungen folgen, solange bis ihr  das Trauma nicht mehr als belastend empfindet!

Kliniken wollen oft schnell „abarbeiten “ – und wir Patienten sagen oft in unserer Angst nicht, dass noch überhaupt nichts gut ist. Also kämpft für euch!!

Beispiel von mir: Dissoziative Identitätsstörung:

In meiner Erinnerung sind teilweise nur „Blitz“bilder, die mich aber in Flash’s und absolutes Chaos stürzen, bis zum Todeswunsch, und ganz zu schweigen von Personenwechsel.

Mein Gehirn hat das Geschehene dissoziiert, einfach ausgedrückt – in so verschiedene Gehirnkammern als Teilstücke versteckt, dass ich keine zusammenhängende Erinnerung haben kann. Dies diente zum Schutz, zum Überleben.

Am Beispiel der knapp 3 jährigen Marie will ich die Sitzung wiedergeben:

Zu Beginn fragt die Thera, ob ich Berührungen zulassen kann, falls ich austicke. Dann beginnt sie mit ihrem Finger vor meinen Augen hin und her zu wedeln. Dieser Bewegung sollen meine Augen folgen. Wenn mir schwindlig wurde, oder ich weg driftete, machte sie mit sanften Klopfen oberhalb der Knie weiter. Sie bat mich, in das Bild zu gehen, zu erzählen, was um mich herum ist. Bemerkte sie an mir körperliche Reaktionen, dann fragte sie nach, was ich fühle. Oft hatte die kleine Marie keine Worte in ihrem Sprachschatz. Dann durfte sie auf das bereitliegende Papier die Antwort malen. Jahrelang hatte ich zu diesem Bild ein Cat. Ich sah nicht, wer zur Tür reinkommt und wie mir weh getan wird. Das Fühlen, die Schmerzen, dies war immer da. In der EMDR- Sitzung schalten sich rechte und linke Gehirnhälften zusammen, und gaben mir somit weitere Erinnerungen preis. Ich konnte sehen, wie der Mann aussah, und was er tat.

Als ich dann Dreijährig voll in diesem Film drin war, fürchterlich schrie und um mich schlug, legte die Thera behutsam eine Decke um mich, ( darum zu Beginn die Frage nach Berührung) wiegte mich sanft, und sprach immer wieder auf mich ein: „Alles ist gut, es ist vorbei, du bist jetzt hier, ich beschütze dich.“ Irgendwann kam die kleine Marie in den Therapieraum zurück, beäugte die fremde Frau. Aber weil diese so behutsam, sanft und beschützend war, konnte Marie das glauben. Nach einer gewissen Zeit der Beruhigung fragte die Thera, was sich Marie denn jetzt wünsche, wie sie am besten aus dem Zimmer käme. Mit kindlicher Fantasie hatte Marie natürlich Wünsche. Kaum waren die geäußert, drängte die Thera die erwachsene Mari, diese Wünsche imaginär umzusetzen. Das brachte also die Erwachsene auf den Plan, die automatisch Beschützerinstinkte hatte für die kleine Marie. Ich ließ einen Drachen durch’s Fenster kommen, welches die kleine Marie auf seinen Rücken packte und davon flog. Dann half die Thera mir und der Kleinen gemeinsam, einen sicheren Ort zu finden, den wir auch imaginär gestalteten.

Also, als Erwachsene ging ich in die Sitzung, wechselte in das Kind, dann waren wir beide da, und am Ende war ich wieder die Erwachsene, die aus der Sitzung ging. Zwar völlig lädiert, kaputt, traurig, wütend, aber nicht mehr hilflos.

Nach einer solchen Sitzung kommen dann meist geballt die alten körperlichen Schmerzen, oft tagelang. Da heißt es dann: Innere Kindarbeit- trösten, Wärmflasche, Beruhigungsbäder, Schmerzmittel. Also alles tun, was man als Mutter mit einem Kind tun würde.

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Es gab Sitzungen, wo keine neuen Erinnerungen dazu kamen, aber auch Sitzungen, wo neue Blitzbilder auftraten. EMDR ist eigentlich nicht für DIS so wirklich geeignet. Wenn, dann nur stationär, bei der eine intensive Nachbetreung möglich ist. Ich hatte schon Situationen, wo die wirkliche Erinnerung erst Tage später einsetzte. Ohne stationäre Hilfe wäre ich sicher von irgend einem Dach gesprungen. Denn: Das Erinnern bewirkt eine totale Regression in diese Altersstufe, in der ich nicht fähig zur Regulation und Selbsthilfe bin.

So rate ich jedem mit DIS ab, ambulant die EMDR- Technik anwenden zu lassen!!!!!

Gut dagegen ambulant wäre sie als Stabilisierungstechnik, das habe ich auch schon mehrmals gemacht, und das ist super. Aber niemals aufdeckend damit arbeiten. Glaubt mir, das geht nicht gut.


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