Archive for the ‘Allerlei’ Category

Was ich sehe festhalten!

11. August 2017

Natürlich zücke ich immernoch unterwegs die Kamera und erfreue mich an den kleinen Entdeckungen!

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„Absprung“ von meinem Cocktail! 😃😃😃😃😃
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Kampf einer Löwin

28. Mai 2017

Du wachst auf, da ist kein Kind bei dir? Wieso hast du geschlafen? Wo ist das Baby?
Grauenvoll stelle ich mir das Szenario vor, wenn du zu einer natürlichen Geburt angetreten bist…..plötzlich wie aus dem Nichts aufwachst, und nicht weißt was passiert ist.
Von anderen musst du erfahren, dass man dir und dem Kind das Leben retten musste, dich dafür Hals über Kopf in Narkose setzen musste, wovon du gar nichts mehr mitbekommen hast.
Du öffnest die Augen und erlebst das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann: Was ist los? Wo ist mein Kind?
Dass dies ein schweres Trauma ist, will eine frisch gebackene Mama nicht wahrhaben. Sie tut alles in ihrer Macht stehende, um bei ihrem Kind zu sein. Der Instinkt funktioniert, die Seele wird ausgeblendet.
Später, wieder zuhause, willst du alles für dein Kind sein, kämpfst wie eine Löwin darum, dass alles so funktioniert, wie man es bei einer frisch gebackenen Mutter erwartet….glaubst du! Aber niemand erwartet etwas, niemand!
Nach so einem lebensbedrohlichen Zustand kann niemand etwas erwarten.
Jeder dich umgebene Mensch ist froh, dass ihr beide überlebt habt, mehr erst einmal nicht!
Aber du willst funktionieren, willst in das Schema passen, was andere vorgeben. Also verheimlichst du jedem, wie es in dir aussieht. Alle Kontakte nach außen vermeidest du, niemand darf merken, wie unsagbar schwer der Anfang ist für euch. Menschen, die dich lieben, die dir beistehen wollen, stößt du weg, schmeißt mit Verletzungen um dich, damit du dir auch ja sicher bist, dass sie wegbleiben. Du lügst sie an, was deinen Zustand betrifft.
Es macht hilflos, nichts tun zu können. Es tut weh, das eigene Kind in so einer Situation zu wissen, aber ihm nicht beistehen zu dürfen.
Das Kind, das niemals schwach wirken möchte, das niemals so sein wollte wie die eigene Mutter…traurig, verzweifelt.
Was du aber vergisst: Du wirst geliebt und nicht bewertet!!

Hast du?

1. Februar 2017

Vorsicht triggert: Mord als Gewaltfolge!

Kurzgeschichte von mir! Urheberrechtlich geschützt.
(Der Versuch eines sogenannten Subtextes.)

1.2.17

Sie stellt die schweren Einkaufstaschen ab, stemmt die Hand in den Rücken und stöhnt. Er kommt in die Küche gestürmt: „Und? Hast du’s ihm gesagt?“
Sie lässt ihre rechte Schulter kreisen: „Hm!“
„Was hm?“
„Hm ist hm, mir tut alles weh.“ Dabei versucht sie eine Tasche auf den Tisch zu hieven.
„Was’n nun? Hast du?“ fragt er.
Sie lässt es bei dem Versuch, richtet sich auf, schaut ihn kurz an und verlässt die Küche.
Er sieht auf die offene Küchentür, dann auf sein Bierglas in der Hand. Nach dem zweiten Blick zur Tür trinkt er in einem Zug das Bier aus, wischt sich mit dem Jackenärmel über den Mund. Dann strafft er seinen Körper und stapft in Richtung Wohnzimmer.
Sie liegt erschöpft im Sessel und starrt an die Decke.
Von der Tür kommt: „Ich will jetzt wissen, ob du’s ihm gesagt hast!“
„Mach es doch selbst!“
Kaum das letzte Wort ausgesprochen landet der erste Faustschlag auf ihrem linken Auge. Dann kniet er über ihr.
Zwischen seinen Schlägen bemerkt er erst einen sonderbaren Blick von ihr, dann einen heftigen Schmerz in der Brust.
„Mach es doch selbst!“ sagt sie, rollt ihn von sich runter und verlässt die Wohnung.

Meine Muse vor 15 Jahren

21. Januar 2017

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Hingesehen

21. Januar 2017

Ein Fahrradausflug im Sommer und ich entdeckte diese Ruine.
Hoffe, es zählt nicht als Einbruch!

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Ich liebe dieses Element

21. Januar 2017

-aus dem Netz gezogene Fotos!!

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Gewitter im Kopf

21. Januar 2017

-aus dem Netz gezogen:

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Eine Ahnung von – Familie

17. Dezember 2016

17.12.16

Bin gerade zurück vom Weihnachtsmarkt. In mir drin ein unheimlich warmes Gefühl, eine Ahnung vielleicht von dem, was hätte sein können, wie es hätte sein müssen, wie es sicher zu 70% bei den Menschen ist :…..!!!!!!  Familie !!!!!!!

Ich war auf dem Markt mit meiner schwangeren Tochter, ihrem Lebenspartner, dessen Eltern und zwei Geschwistern. Und es war einfach nur toll. Die Eltern und Geschwister habe ich erst das zweite Mal gesehen, und trotzdem war da so ein toller Einklang….ich genieße das Gefühl einfach noch.
Vielleicht war das Band um uns herum das Wissen seit gestern: Es ist ein Junge. Und es wird das erste Baby in der Familie des Schwiegersohnes. So freuen sie sich besonders doll.
Naja, von mir ganz zu schweigen, denn: Meine Tochter wird auf gewisse Art immer mein Baby bleiben (vermutlich fühlt das jede Frau so), aber nun wird sie selbst Mutter….einfach irre schön, da gibt es irgendwie nicht die richtigen Worte für. Unbeschreiblich.
Seit Mittag waren wir zwei schon fürs Baby shoppen, nach einer Mini- Verschnaufpause ging es dann zum großen Familientreff. Auf dem Markt 3 Stunden wieder auf den Füßen…..ihr ahnt es -> die Füße hatten schon beim Einkaufsbummel wie blöde geschmerzt….und dennoch bin ich wieder los – Zähne zusammen gebissen ….aushalten, aushalten! Aber diese wunderbaren Stunden mit dieser Familie entschädigten alles.
Nun sitze ich hier zuhause, habe die Füße hochgelegt, und labe mich an dem Gefühl, Familie erlebt zu haben. PS: Ich freu mich besonders für meine Tochter, dass sie das erleben darf. Seit sie 6 Jahre war, lebten wir allein, und etwas später gab es keine Kontakte mehr zu Tante, Onkel, Oma usw. Wir hatten nichts mehr an Familie, gar nichts. Nun aber bekommt sie gleich ein große dazu, ist das nicht wunderbar?!!!!!!
Ich wünsche euch da draußen einen schönen vierten Advent.

Foto: das Shirt habe ich für sie bemalt 😜😜😜😆😆😆

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Nicht multiple? Mir gehts gut!

14. Dezember 2016

14.12.16        aus dem Tagebuch

Heute hat die Schwedin Geburtstag! Die Frau, die seit meinem 15. Geburtstag meine Anlaufstelle war und ist, meine Vertraute, so etwas wie eine Ersatzmutter. Nun ist sie 76 Jahre alt, und immer noch stehen wir im engen Kontakt, nur leider seit rund 4 Jahren nur noch telefonisch, da sie nach Schweden gezogen ist. Beim heutigen Telefonat erwähnte sie, dass ich diejenige war und bin, die einzige, mit der sie über wirklich alles reden kann. In diesem Moment fiel eine unsagbare Schuld von mir ab. Schuld – das Gefühl dafür, dass ich sie all die Jahre immer wieder mit meinen Problemen belastet hatte. Dass es aber ein Nehmen und Geben war, …das habe ich so noch nie gesehen. Ja, und darum tat mir das Gespräch heute mit ihr unsagbar gut.
Im gleichen Atemzug wurde ich böse auf meine schmerzenden Füße, die seit über zwei Jahren jeglichen Urlaub verhindert haben. Dabei steht die Einladung nach Schweden schon so lange an. :-(( Und ich möchte meine Schwedin einfach noch einmal richtig fest in den Arm nehmen, richtig fest und lange.

Leute, mir geht es zur Zeit gut wie lange nicht.
Liegt es daran, dass ich mich frei gemacht habe von Bevormundung, und dieser Akt mich ins Erwachsenen-Dasein befördert hat? Keine Ahnung.
Belebt mich die Schwangerschaft meiner Tochter?
Ist die innere Ruhe eingetreten, weil ich endlich keine zwei Termine täglich zu bewältigen habe? (Das war Extremstress für mich.)
Ich kann endlich wieder basteln, werkeln und malen, mir sitzt keine Zeit im Nacken!
Fühle ich Selbstbestätigung, weil ich wieder einmal meinem Bauch vertraut hatte, und sich die Sache bestätigt hat … dass eine sogenannte Freundin überhaubt keine Freundin ist, sondern eine Egoistin. So hört die von mir gewählte Abgrenzung langsam auf, weh zu tun. Langsam, aber stetig. Ich konnte ihr ein NEIN ins Gesicht sagen, freundlich, aber bestimmt! (stolz auf mich) Umso mehr freut mich, dass eine andere Schulfreundin gerne mit mir Zeit verbringt.
Mir geht gerade durch den Kopf, dass ich so enorm hellhörig, vorsichtig, empfindlich und misstrauisch bin, weil mich die Kindheit so gemacht hat. Aber diese Eigenschaften machen auch einsam. Das merke ich immer wieder. Oft wünschte ich mir, einfach oberflächlich ohne Ansprüche durch die Welt maschieren zu können. Damit ließe es sich bestimmt unbeschwerter leben im Umgang mit den Menschen.

Warum ich heute schreiben wollte: Diagnose Multiple

Ich weiß nicht, ob es anderen Betroffenen auch so geht!?
In der jetzigen guten, mit Ruhe ausgefüllten Phase glaube ich an eine Fehldiagnose. Mich nerven keine Stimmen im Kopf, ich rutsche nur in positive kindliche Gefühle, ich habe keine Paniken, keine Alpträume, die Motorik funktioniert.
Geblieben sind nur Einschlafprobleme und die mit der Zeit.
Zeit: – kein Gefühl für Minuten oder Stunden, – krasse Vergesslichkeit, – kaum eine Erinnerung der letzten Tage, Wochen, Monate lässt sich zeitlich zuordnen (ohne Kalender mit Notizen hätte ich keine Erinnerungsmöglichkeiten)

Also, nur zwei Probleme, die jeder dritte Mensch der Erde auch hat!
Ich bin wie jeder andere! 🙂

Schreiben im Internet

5. November 2016

So viel an Denken in alle Richtungen in meinem Kopf……..
Nicht nur bei der Frage, wie ich aus dem letzten, kommenden Therapeutenbesuch „rauskomme“………… Ich muss noch einmal hin, weil ich geliehenes Eigentum wiederhaben möchte.
Ich verstehe von mir oft nicht, warum ich Angst habe, den Menschen meine Meinung ins Gesicht zu sagen. Mir müsste doch klar sein, dass mir nichts passieren wird deswegen.
Zur Zeit beschäftigen mich noch zwei andere Menschen mit ihrem Verhalten.
Wahrhaben, dass eine Freundin gar keine wirkliche Freundin ist, weil es immer nur um sie selbst geht, immer! Es ist echt nicht einfach, diesen Menschen runterstufen zu müssen auf „nur nette Bekannte“. Aber ich tue es, das bin ich mir selbst schuldig. Dieses Thema bewegt mich schon länger als ein halbes Jahr, und wühlt sich jedes Mal neu auf, wenn sie Kontakt zu mir aufnimmt. Dahinter steckt auch der Vorwurf an mich selbst, nicht viel, viel eher diesen Menschen durchschaut zu haben. ( derjenige merkt nicht einmal, dass er so tickt ) Aber es tut verdammt weh!

Ein anderes Thema: Ich versuche, mir in dieser Stadt einen neuen Bekanntenkreis aufzubauen. Ob über Volkshochschulkurs oder die Literatur……..
Wieder stehe ich einem Menschen gegenüber, der mir riesiges Unbehagen in meinen Bauch packt. Dieser Jemand teilt so suptil aus, grauenhaft. Und ich spüre dabei vor allem Neid. Das Schlimme am Ganzen ist nur, dass es um eine Gruppe Menschen geht, denen ich mich anschließen möchte. Da heißt es : Das ganze Paket oder niemanden! Buh, das ist so Scheiße, elendig. Ich sage mir immerzu, dass ich nicht wieder so schnell aufgeben sollte beim Menschenkennenlernen.

Was mir über mich immer klarer wird: Ich flippe innerlich aus, wenn jemand ungerecht und selbstgerecht ist, und bewusst andere verletzen will. Da fängt mein ganzer Körper an zu zittern, mir wird sauschlecht, und…….das Denken, das Darübernachdenken ……hört einfach nicht auf. Dabei wäre ohne dies das Leben viel einfacher.
Gibt es nicht da draußen jemanden, der diesen Gehirnabschnitt haben will? Ich könnt gern auf dieses unendliche Denken/Grübeln verzichten. Wegschneiden, ausmerzen….die Lösung wärs!

Um auf die heutige Überschrift zu kommen:
Immer mal wieder frage ich mich, warum ich im Netz meinen Gedankenbrei auskippe?!
Die einfache Antwort ist, dass ich niemanden habe, dem ich diese Dinge sagen könnte. Naja, habe es auch nie gelernt, mich anzuvertrauen. Im anonymen Netz brauche ich kein Vertrauen.

Gretas Lächeln

1. November 2016

 

Gretas Lächeln

Nur ein Fehltritt auf nassem Stein und alles kam ins Rutschen.
Hart schlug sie mit dem Kopf auf, und trotzdem suchten ihre Hände verzweifelt nach einem Halt. Dabei riss sie Grashalme aus, brach einen Busch ab und entwurzelte ein junges Bäumchen. Auf dem Bauch rutschend nach das Tempo zu, dem sie nichts entgegensetzen konnte. Ein Fingernagel nach dem anderen brach ab am felsigen Untergrund. So sehr sie auch suchte und griff, da fand sich kein Halt, nichts, was ihren Absturz hätte verhindern können.
Als sie sich ihrem Schicksal ergab, die Hände nur noch nutzte um den Kopf zu schützen, da schmeckte sie das Blut, roch den nassen Boden, hörte das Getöse der herabstürzenden Steine. Dann war sie mittendrin, das Tempo nahm rasant zu, bis der freie Fall kam.
Eine Hundertstelsekunde war ihr, als schwebe sie, leicht und frei. Die Zeit reichte, um ihr ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
Sie wurde 4 Tage später gefunden unter zwei Meter hohen Geröllmassen.
Das Lächeln in ihrem Gesicht ist heute, 21 Jahre später, noch immer das Gesprächsthema im „Schwarzen Adler“.

Mari, 1.11.16

Freude satt

25. September 2016

25.9.16

Gestern war in der Stadt Kulturnacht, extra eingerichtete Buslinien brachten uns quer durch die Stadt, von einem Ort zum anderen, bis tief in die Nacht rein. Als erstes muss ich sagen, dass ich mal wieder enttäuscht war, dass keiner meiner Freunde mitkam. Zu so etwas gibt es immer Ausreden. Aber………etwas ist anders…..ICH bin alleine los! Ha! In den letzten Wochen bin ich aktiver geworden. Trotz der Schmerzen will ich am Leben teilhaben. Alleine los? Nun, langsam bin ich es eh gewohnt, alles allein unternehmen zu müssen….ist seit Jahren so. Liegt wohl auch daran, dass nicht wirklich viele an Lyrik, Literatur gesamt, Kunst und Ballett interessiert sind. Da muss ich es eben allein machen.
Zu Gestern:
Was ich nacheinander alles in einer Nacht erlebt habe:
Zuerst musste ich zu dem Mann, der mir als Jugendliche in Seminaren geholfen hat, das Dichten zu verbessern. 33 Jahre nicht gesehen. Seine Lyriklesung war also mein erstes Ziel.
Dann:
Schauspiel
Kammermusik
Kunstausstellung
Orgelkonzert
kleines Ballett
Malen und Zeichnen für Kinder
Kunstausstellung
Indie-Rock und Folk

Dabei bin ich quer durch die Stadt, bequem per Zubringer. So musste ich also auch keine Angst haben nachts allein buh buh.
Es war ein toller Abend, wenn ich ihn auch nicht teilen konnte mit anderen.
Abeeeeeer: Für jeden von UNS war was dabei, auch gut, oder?

Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich jetzt Spanisch lerne in der Volkshochschule? Mein Gehirn hat echt zu kämpfen, auch nur ansatzweise wieder in die Nähe seiner alten Funktionalität zu kommen. Aber das ist ja Sinn und Zweck der Übung.

Die Bewährungsprobe des Harzer Käses

22. September 2016

-aus dem Tagebuch

22.9.16

Buh, bin so was von fertig, kopftechnisch und körperlich.
Heute hat die hart erkämpfte ambulante Reha (gehässige Fersensporne) angefangen.
Am ersten Tag ausnahmsweise mehr Stunden (sonst 4) …. ganztägig wegen zusätzlicher Untersuchung und „Rundgang“.
Stellt euch vor, zu einer Physiotherapiestunde Sport war ich mit 7 fremden Männern allein in einem Raum tätig und ……………………………………….nichts, NICHTS😀😀😀
nichts hats mir ausgemacht. Suuuuuuper!

PS: Ich habe aber auch den Vorteil, dass ich in der Gruppe „untere Extrimitäten“ gelandet bin, in der sich nur sportverletzte junge Männer befinden (Knie-OP und so) Was heißen soll

a) ein lecker Trost für meine alten Augen und

b) die Garantie zu haben, in Ruhe gelassen zu werden, da ich aus dem Altersraster falle ….lol…..grrrr!!!!! 😂😆😆😆

Danach war noch Kraftraum, und später dann Strom und Lymphdrainage Einzel ………nicht viel, aber für mich anstrengend. Nicht nur dass mein Körper sich gewundert hat über die sportlichen Einlagen -ächz-, so lange Zeit Menschen um mich herum…..aaaaanstrengend, weil ich es nicht mehr gewohnt bin.
Bin kaputter/breiter als ein Harzer Käse auf Pilgerwanderung.

 

Warum mache ich mich immer so alt?????

Woher im Innen die Stille?

29. Juni 2016

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Über 6 Jahre lang kam bei einem Blick in den Spiegel „Du fette Kuh, so etwas wie dich …ekelhaft!“ Dabei war ich noch nie ein Mensch der wirklich überfett wirkte. Meine Größe machte so einiges wett, niemand glaubte so recht meine Kilozahl. Im letzten Jahr kam ich an eine Grenze des Gewichtes, die ich selbst nicht mehr akzeptieren konnte….ich sah Fett im Gesicht, Fett am Hals…die Beschimpfungen im Innen nahmen zu.
Heute?
Das Beschimpfen hat aufgehört, plötzlich scheine ICH (wer bist du?) mich real zu sehen. Viele Fragen stehen im Raum, zu denen ich wirklich keine Antwort finde.
= Floh, warst du der Abwertende? Bist du plötzlich auf unserer Seite?
= 12 Kilogramm in den letzten drei Monaten abgenommen…habe dünne Staksen (Beine)…macht dies uns einen neuen Blickwinkel? Warum beschließen oft mehrere Meinwesen „Wenn wir jetzt einfach nichts mehr essen, dann fallen wir tot um. Suuuuper, also los!“ Feigheit vor der Aktivität des Suizids?
= Hat die erleichternde Erkenntnis, dass wir nicht mehr leben MÜSSEN, unsere Ansichten geändert, unsere Wahrnehmung? Diese Frage kommt auf, weil ich mich nicht an so eine Ruhe in mir erinnern kann, wie ich sie seit Tagen fühle. Eine Ruhe, die aus mir selbst heraus kommt, und nicht eine „erschaffene“ Ruhe, wie ich sie mir schon als 8 Jährige beim Gang über den Friedhof gedisst habe. Innen tot machen – nichts fühlen müssen – so gewabnet die elterliche Wohnung betreten zu können – nichts kam an mich ran! Ich frage mich ernsthaft, ob nach 50 Jahren Aushalten müssen, 50 Jahre Zwang im Kopf, …. und nun endlich die Schranke überwunden zu haben….ich meinem lebenslangen Wunsch, sterben zu dürfen, endlich nachgehen zu können….mir dies einen inneren Frieden bringt, diese Ruhe? Schafft mir diese Ruhe einen neuen Blick?
= Bin ich wach geworden aufgrund der Enttäuschung über mir nah stehende Menschen? Steckt dahinter, endlich real auf diese Menschen sehen zu können? Bin ich also mal erwachsen anwesend? Rael in den Welt?
= Oder bin ich auf dem Weg weiter pro Monat eine Konfektionsgröße weniger zu haben, bis ich verschwunden bin? Macht dies ruhig?

Viele Fragen, auf die ich sicher keine Antworten finde, denn zu unterschiedliche Meinungen kommen aus mir heraus.
Oder jede/r einzelne/r Gedanke/Frage sind schon die Antworten?

 

 

„Das Maulwurfherz pocht“ Gedichte an der Grenze der Wahrnehmung

29. Januar 2015

In diesem Buch sind Gedichte von mir!

Zitat aus seelenwunden.wordpress.com

„Nordkurier 10.04.2010
GEDICHT-BAND

NEUBRANDENBURGERIN KÄMPFT GEGEN KINDESMISSBRAUCH

Für Kiki, Laura, Ronja…
Projekt Nach dem Überfall auf ihre Tochter hat Iris Schwaneberger den Kampf gegen sexuelle Übergriffe aufgenommen – mit einem Buch, das jetzt Premiere hat.

Von Jürgen Tremper

Neubrandenburg. Nachmittags gegen 15.30 Uhr überfällt der 19-jährige Rayk G. in der Neubrandenburger Südstadt kaltblütig und hemmungslos ein achtjähriges Mädchen. Der jugendliche Täter missbraucht in den Büschen hinter einer Bushaltestelle die Grundschülerin und vergewaltigt sie brutal. Er ist der Vergewaltigung, des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und versuchten Mordes dringend tatverdächtig, steht im Haftbefehl der Polizei. Er ist den Ordnungshütern nicht unbekannt, bis zum 17. Dezember vor sieben Jahren vor allem wegen kleinerer Delikte wie Diebstahl, Hausfriedensbruch oder Rauschgiftvergehen aufgefallen. Er lebt in unmittelbarer Nähe des Tatorts, in einer Wohngemeinschaft des Betreuten Wohnens.

Die Mutter des Mädchens hat bis heute herzzerreißende Erinnerungen an diesen Wintertag. „Die Polizei hatte mich verständigt und gebeten, gleich zu kommen. Auf dem Weg in die Stadt hörte ich auf dem Ring die Signale eines Krankenwagens. Mich befiel Angst und das Gefühl, er fährt mein Kind. Diese Szene habe ich bis heute im Kopf.“ Im Polizeirevier sah Iris Schwaneberger später ihre Tochter in einer blauen Jogginghose sitzen. Mit einem schmutzigen Gesicht, so hat sie es damals empfunden. Sie kam nicht darauf, dass es vom Würgen so blutunterlaufen war. Auch die Augen. Sie wollte ihre Tochter in den Arm nehmen, was sie aber nicht wollte. Sie wehrte ihre Mutter zwar ab, sah sie aber lächelnd an. Den Übergriff hat das Mädchen nach zwei, drei Tagen verdrängt. Aber die Angst, man wolle sie umbringen, blieb. Bis zum Tag der Verhaftung des Täters.

Die Mutter sah ihn zum ersten Mal bei der Gerichtsverhandlung. „Er strahlte eigentlich keine Brutalität aus. Ich habe in meinem Buch geschrieben, was ich empfunden habe: ein UNGEHEUER, unauffälliger junger Mann? Das Ungeheuer habe ich in Großbuchstaben geschrieben und in den Zeilenumbruch gesetzt.“

Im Rückblick auf jenen verhängnisvollen Tag sagt Iris Schwaneberger nicht ohne Stolz, „der Dezembertag hat eine fundamentale Wende in meinem Leben ausgelöst. Ich habe meine Aufmerksamkeit nunmehr auf meine drei Kinder umgelenkt, auf ihre Lebendigkeit und Lebensfreude“. Die Mutter hat bis an die Grenzen des Erträglichen weiter gelitten und ist doch zurückgekommen. Sie brauchte dazu über Jahre ärztliche Beratung nach den tiefen seelischen Erschütterungen. Sie wurde selbst aktiv, um das Schreckliche zu verarbeiten, gewann ihre innere Balance und mentale Stärke zurück. Schritt für Schritt wagte Iris Schwaneberger die Herausgabe eines Gedichtbandes.

„Das Projekt begann eigentlich schon nach dem Erscheinen meines ersten Lyrikbandes ,Nicht ohne Liebe! – immer wieder…’ Zum Schluss meiner Lesungen trug ich immer das Gedicht „Mein Mädchen“ vor, obwohl ich es nicht in das Buch aufgenommen hatte. Ich habe dem Publikum erklärt, dass meine Liebe ganz besonders immer wieder meiner Tochter gilt. Aber ich möchte, dass nie wieder irgendwann, irgendwo einem Kind das angetan wird!“

Im Dezember 2007 häuften sich die Nachrichten über Kindesmissbrauch. Beispielsweise über eine junge Mutter, die ihr Baby vor einer Klappe abgelegt hatte. Die Neubrandenburgerin fragte sich, wie verzweifelt diese junge Mutter wohl war, die ihr Kind vor der Klappe hatte erfrieren lassen. Oder jener Fall, als eine Mutter ihre fünf Söhne aus purer Verzweiflung getötet hat. Immer stellte sich Iris Schwaneberger die Warum-Frage. Ihre Gedichtzeilen „Tun wir was!? Wir sind Engel für jedes Kind“ wurden ihr Leitmotiv für ein aufwändiges Anthologieprojekt via Internetplattform.

Mit dem Projekt „Seelenwunden – Sei ein Engel für ein Kind“ gelang es 145 Autoren aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zusammenzubringen. Sie haben 327 lyrische Texte eingereicht. Zunächst hatte Iris Schwaneberger Probleme. „Zeitweilig hatte ich das Gefühl, mich überfordert zu haben. Ich konnte schlecht schlafen, wollte manchmal sogar aufgeben und abbrechen. Dr. Gundula Engelhard aus Neubrandenburg half mir mit ihren Erfahrungen bei der Auswahl der Texte.“

Iris Schwaneberger hat sich letztendlich für 35 Beiträge von 24 Autoren entschieden. Heute ist sie stolz, dass es so viele waren. Die meisten Autoren sind selbst Opfer oder Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs. Und schließlich kam am 25. März 2009 die entscheidende Nachricht. Die Verlegerin eines Kinderbuchverlages sagte, noch bevor sie überhaupt einen Beitrag gelesen hatte, sofort zu. Ihr Verlag trägt das Risiko.

Wer den Lyrikband aufschlägt, liest, wem er gewidmet ist. Kiki, Laura, Ronja, Jenny, Clara, Sandra, Ute und vielen anderen Opferkindern. Im einfühlsamen Vorwort schreibt Barbara Bräutigam, Professor an der Hochschule Neubrandenburg, „vorliegende Anthologie ist nur am Rande und sehr unmerklich ein ästhetischer Genuss. Beinah jede Seite Lektüre schmerzt, man muss Atem holen und bittet heimlich darum, dass beim Umblättern das nächste Gedicht mehr verhüllt als es preisgibt. Jedes dieser 35 Gedichte …. beschreibt Leid, unermessliches Leid, und zwar an den Menschen, bei denen man Leid am wenigsten ertragen kann: Es geht um Leid von Kindern verursacht durch verschiedene Arten von Gewalt.“

Am Mittwoch wird an der Hochschule Neubrandenburg die Buchpremiere stattfinden. Iris Schwaneberger erwartet viel davon und vom Buchverkauf. „Ich möchte erreichen, dass die Menschen wieder hinschauen, wenn Kindern Gewalt angetan wird, ob auf der Straße, in der Schule oder in der Familie. Ich hoffe, dass diese Anthologie viele Menschen erreichen wird. Die gegenwärtige Diskussion über Kindesmissbrauch unter kirchlichen Dächern braucht dringend eine Ergänzung. Es gibt auch andere Opfer, die nicht vergessen werden dürfen. Vor allem die Kinder, die diesem Wahnsinn noch immer ausgesetzt sind. Das ist für mich wichtig. Nur dann hat meine Projektarbeit ihren Sinn erfüllt.“

Allein 884 Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Statistik Bundesweit werden immer mehr Täter wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Die Brutalität wächst.

Von Jürgen Tremper

Neubrandenburg. Die Tat am 17. Dezember 2003 in Neubrandenburg war ein Extremfall sexuellen Missbrauchs von Kindern, aber bei weitem kein Einzelfall. Das zeigen nicht nur die beinahe täglich neuen Horrormeldungen aus Kirchenkreisen oder DDR-Heimen. Erst am Donnerstag soll ein Mann ein achtjähriges Mädchen in Bad Doberan sexuell missbraucht haben – und ist seitdem trotz Großfahndung auf der Flucht. Der Mann soll das Mädchen auf ein verwildertes Grundstück gelockt und dort missbraucht haben, bis es flüchten konnte.

Ein Blick auf die statistisch erfassten Übergriffe zeigt das tägliche Leid. Zunächst ein Rückblick auf die letzten Jahrzehnte des 20.  Jahrhunderts. Laut Bundeskriminalamt sind im Jahre 1970 exakt 16 468 Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern erfasst worden. Zehn Jahre später waren es 13165, 1990 dann 12741 Fälle. 1997 wurden 16 888 Fälle registriert. Im Vergleich der so genannten Häufigkeitszahl, d.h., die Anzahl der Fälle pro 100 000 Einwohner, ist die Fallzahl von 1970 bis 1980 gesunken und seitdem lange Zeit relativ konstant geblieben, nämlich bei etwa 20 Fällen pro 100 000 Einwohnern.

Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts gibt es neue Trends. Laut Bundesjustizministerium haben sich die Verurteilungen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs nach Paragraph 174 bis 176 im Bundesgebiet seit 2006 erhöht. 2006 wurden 3800 Täter verurteilt, 2008 ergingen Urteile gegen 4289 Täter. Dem Bundestrend entgegen läuft die Entwicklung des Tatgeschehens in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Angaben einer Sprecherin des Landeskriminalamts „hat sich die Gesamtanzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung laut Paragraph 174 bis 184g des Strafgesetzbuches im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr mit minus 26,2 Prozent erheblich verringert“. Während 2008 noch 1196 Fälle erfasst wurden, waren es 2009 „nur“ noch 883. Der Anteil dieser Straftatengruppe am Gesamtaufkommen der Straftaten beträgt 0,6 Prozent. Speziell bei sexuellem Missbrauch von Kindern unter 14 Jahre sank die Zahl der erfassten Fälle von 306 im Jahr 2006 auf 238 im vergangenen Jahr. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 92,5 (2006) auf 95,0 Prozent (2009).

Trotzdem geben Organisationen wie der Kinderschutzbund keine Entwarnung und weisen auf die hohe Dunkelziffer hin. Fachleute rechnen mit 20 unentdeckten Fällen auf eine Verurteilung. Dr. Georg Romer, Kommissarischer Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, erklärt „im Vergleich zu früheren Jahrzehnten gibt es in der Kriminalstatistik heute weniger Vergewaltigungen und Sexualmorde, hingegen beim sexuellen Kindesmissbrauch gehen die Zahlen deutlich in die Höhe. Unsere Gesellschaft ist nicht sexuell verrohter geworden. Was sich deutlich geändert hat, ist das Melde- und Anzeigeverhalten. Früher war Vieles tabuisiert, heute ist man aufmerksamer, was zur Aufhellung des bisherigen Dunkelfeldes beiträgt, aber mitunter auch Nebenwirkungen hat, bis hin zu hysterisch übersteigerten Fehlanzeigen.“ Und er gibt zu bedenken: „Wir beobachten allgemein bei Gewaltdelikten von Jugendlichen, dass es im Vergleich zu früheren Jahrzehnten heute weniger Täter gibt. Aber die werden immer brutaler. Es spricht manches dafür, dass die Entwicklung bei sexuellen Vergehen parallel verläuft.“

Buchtipp

Die Buchpremiere findet am 14. April 2010 um 18 Uhr in der Hochschule Neubrandenburg, Brodaer Straße 2, im Musikraum im Haus 1 (R.25) statt. Die Herausgeberin bittet um Anmeldung unter iris.schwaneberger@yahoo.de

Das Buch: Iris Schwaneberger (Hrg.). Das Maulwurfherz pocht. Gedichte an der Grenze der Wahrnehmung. Papierfresserchens MTM-Verlag. 64 Seiten. 10,90 Euro. ISBN: 978-3-86196-006-5

© Nordkurier.de am 10.04.2010“

Neue Wege gehen

19. Juni 2014

Es ist viele Wochen her, in denen ich über mein Innenleben geschrieben habe.
Irgend etwas ist in mir passiert. Kann nicht sagen, welcher Grund der ausschlaggebene war. So nenne ich alle drei wichtigsten Gründe, die sicherlich in ihrer Summe zu meinem derzeitigen guten Zustand führten.

Die Traumatherapie in Göttingen – ihr erinnert euch sicher, dass sie lange nachgewirkt hatte, mich völlig aus der gewohnten „Leugnungs“ bahn geworfen hat. Wochen nach der Rückkehr ging es mir sagenhaft schlecht. Was war danach passiert?
Ich denke, mein Gehirn hat endlich ins Bewusstsein verankert, dass die „Bilder“, die ich immer sah, die mich stets weg flashten, dass sie der Wahrheit entsprechen und damit meiner erlebten Vergangenheit. Dieses neu Durchleben hat in mir ausgelöst, dass ich es als Vergangenheit akzeptiere. Und damit hat mein Gehirn es wohl folgerichtig in die Vergangenheit gepackt. Richtig abgespeichert, so, dass ich keine Flashs mehr hatte, keine Panikatacken mehr erlebte seitdem.
Parallel dazu konnte ich mein Verliebtsein ablegen, was stets leiden bedeutet hatte, weil eben unerfüllt. Wurde auch mal Zeit nach 16/17 Monaten. Zurück geblieben ist nur tiefe Dankbarkeit für diesen Menschen, der mir unbewusst den Weg nach Innen geöffnet hatte. Diesen Engel werde ich stets in meinem Herzen tragen.
Der Entschluss, aus dieser Stadt weg zu ziehen, hilft mir beim Pläne schmieden. Und dies bedeutet Zukunft zu haben irgendwie. Ich werde einen Neuanfang wagen.
Erwähnen sollte ich wohl auch, dass ich mit meinem Psychiater die Dosis von Cymbalta erhöht habe, und nun zusätzlich zur Nacht ein mir völlig neues Antidepressiva einnehme. Es verursacht zwar noch mehr Fressatacken als sowieso schon waren….aber egal. Wenn ich davon ausgehe, dass ich den Rest meines Lebens sowieso allein bleibe, dann sollte es mir doch egal sein, wie fett ich werde, oder?        PS: Tuts nicht! Es nervt mich total.

Summasummarum bin ich momentan sehr gut drauf, habe Ziele, falle in keine Depries rein, unternehme etwas. Samstag zum Beispiel fahre ich übers Wochenende mit dem Zug zu einer Studienfreundin.
Anfang Juli werde ich wieder in eine Ballettaufführung gehen!

Wenn das alles zusammen nicht einfach wunderbar ist!

Nachtrag 2016:

So kann man sich irren. „in die Vergangenheit gepackt“ Scheiße is. Nun flashen Körper und Gefühle wie wild. Aufeinandergestapelt, durcheinander und nicht zu beherrschen! Kontrolle ist völlig flöten gegangen.

Treidler der “ modernen“ Art

5. Juni 2014

Als ich auf dieses Foto ( unterer Bildteil) in „National Geografic“ stieß, konnte ich nicht anders, als an das alte Gemälde zu denken, dass mich schon in der Kindheit beschäftigte: „Wolgatreidler“ von Ilja Repin 1873 (Menschen am Fluss)

Also setzte ich beide Bilder zueinander.
Viel geändert hat sich ja nichts, oder?

Wolgatreidler

Mein Geburtstag

22. März 2014

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Liebe Grüße aus dem Kurzurlaub in Amsterdam!

Ein Geschenk meiner Tochter!

Montag geht es wieder zurück in die Klinik!

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Ich bin Ich, und Du bist Du

26. Januar 2014

Ich merke, dass es mir aufstößt, immer wieder von den Fragen zu lesen: Bist du multi? Bin ich multi?
Was bringt mir so eine Fragerei? Gar nichts, überhaupt nichts. Die Diagnosen sind mir so etwas von Scheiß egal, echt. Mich nervt das nur.
Ich bin ich, bin wir, sind uns, basta.
Wie jemand anderes darüber denkt…soll er. Ich muss mit meinem Innenleben klar kommen, nicht andere. Ich habe die Probleme an der Backe, ich muss meinen eigenen Kampf ausfechten, nicht jemand anders.
Ich lese sehr gern auf anderen Blogs, besonders mit dem Hintergrund, mir eventuell Tipps zum besseren Vorankommen daraus zu ziehen. (auch liebe ich das Lesen von sehr guten “Sprachen”- den Schreibstil) Und ich bemerke die vielen, enorm vielen unterschiedlichen Erlebensfacetten. Und ich lese sie mit Aufmerksamkeit und Respekt.
Obwohl ich auch in mir täterloyale Anteile kenne, käme ich aber nie auf die Idee, mir über das Empfinden anderer ein Urteil zu erlauben. Dies ist nun mal subjektiv. Ich möchte auch nicht durch mein Schreiben beurteilt werden. Ich möchte einfach nur sagen, was in mir abgeht.
Irgendetwas reagiert in mir mit Zorn, wenn ich lesen muss, was nicht sein KANN. In mir bricht ein uralter Wunsch nach Gerechtigkeit aus: “Warum lasst ihr mich nicht so, wie ich bin? Warum soll ich verkehrt sein?” Und es bricht der Urinstinkt nach Wehr aus mir heraus.
Ich liebe die Menschen, selbst wenn ich sie mir auf Abstand halte. Ich liebe das Verschiedensein an den Menschen.
Und ich habe sehr früh in meinem Leben gelernt, wert zu schätzen, was sie sind, jeden einzelnen für sich! Ich könnte mir nicht anmaßen, ein Urteil über sie öffentlich zu fällen, nur, weil ich eine andere Ansicht habe. Ich finde es sehr wichtig, den anderen mit seiner Meinung zu akzeptieren. Man kann miteinander reden. Aber das größte Dilemma wäre doch, den anderen von seiner eigenen Meinung überzeugen zu wollen. Was hätte man denn am Ende? Gleichheit, gepaart mit Gleichgültigkeit, nichts, was spannend am Miteinander wäre.
Aus diesem Grund wird es auf meinen Seiten stets nur um mich gehen, weil ich andere SEIN lassen kann, wie sie sind!

2016 Nachtrag:

Habe schon lange keine Kraft mehr irgendetwas auf anderen Blogs zu lesen. Es geht einfach zu viel in mir ab, da geht kein Blick nach rechts oder links, bin überfordert.

Tagebuch: Eine Hand fassen

23. Januar 2014

Ich saß Mittwoch beim Zahnarzt im Wartezimmer, mir gegenüber ein uraltes Paar, entspannende Musik drang aus den Lautsprecher. Was es nun war – das Hören oder das Sehen – keine Ahnung ….rumms, spulten sich alte und neue Bilder und Vorstellungen ab, fast parallel. Vom Vertraut sein der Beiden gegenüber, kam die Vorstellung, wie schön dies auch nach 25 Jahren Ehe sein müsste, und wie sehr dies bewahrt werden sollte…rumms, sah ich mich in verschiedenen Altersstufen in fremde, erleuchtete Fenster sehend, sehnsuchtsvoll mit dem Wunsch, einfach dazu zu gehören. Ja, zu wildfremden Menschen. Noch kleiner sehe ich mich unschlüssig auf der Straße stehen, ohne Mut, einfach eine fremde Hand zu fassen, und mit zu gehen. Bei fremden Menschen müsste es hundert Mal besser sein, als bei mir zuhause.
Ich sitze in dem Wartezimmer, mein Körper scheint bersten zu wollen an dem Wunsch: „Bitte nimm mich mit, ich will nicht mehr nach Hause.“ Jetzt beim Schreiben selbst kommt dieser Druck nach oben. Als stünde ich auf einem riesigen Platz, auf dem tausende Menschen kreuz und quer laufen, ich, ganz klein in der Mitte, von niemanden bemerkt. Und es brüllt so sehr in mir, aber meine Lippen bleiben zusammengepresst. Damals schon die Einsamkeit in einer Menschenmenge. Damals genötigt, stumm zu sein, keine Hilfe zu suchen, erstarrt zu verharren in dem, was sich meine Familie nannte. Und heute begreife ich den so enorm tiefen und verzweifelten Schmerz der kleinen „Marie“. Und mich erstaunt ihr Instinkt, dass es auch andere Familienkonstellationen geben muss, bessere. Und die enorme Sehnsucht, zu einer solchen gehören zu wollen, unsagbar.
Ich frage die Kleine, was sie sich denn davon erwartet. Die Antwort zitternd, fragend und dennoch klar (von vielen): „trösten, mal ein Lob, lieb gucken, keine Angst mehr, ankuscheln dürfen.“ Ich spüre, was ihr das Wichtigste wäre: sein dürfen unter stets liebevollen Blicken.
Wenn ich ihre Worte höre, dann steigt in mir eine Ahnung auf, wie sehr sie gelitten haben muss. Und ich kann es körperlich spüren.
Gleichzeitig frage ich mich, wie es möglich sein kann, dass diese einfachsten Dinge der Welt einem Kind verwehrt wurden? Ein liebevoller Blick! Aber das ist doch das Mindeste, was ein Kind täglich zum Leben bräuchte, oder? Wie kann man denn ohne gedeihen?
Rumms … man kann nicht ….man endet dann als 51 Jährige, die noch immer von der Sehnsucht überrollt wird, irgendwo dazu zu gehören … zu einer Familie, die intakt ist. Klingt jetzt merkwürdig, aber Fakt ist, dass wir oft in unserer Fantasie im Alltagsleben unserer Wunschfamilie integriert sind, mal als Kinder, mal als Freundin. Das ist doch verrückt, oder?
Nein, ist es nicht, denn dieses Fühlen ist das der kleinen Schmerzkinder von uns, die noch immer in ihrem Sehnen eingefroren scheinen.
Einfach eine Hand fassen von einem Menschen, der es gut mit uns meint!
Wenn ich auf mein Leben zurück blicke, stelle ich fest, dass ich an nur einem Punkt gescheitert bin. Nämlich an der Tatsache, dass ich mich stets fassen ließ.
Mir sind die Menschen zuvor gekommen, solche Menschen, die genau mein Defizit durchschaut haben. Und ich Trottel glaubte, man wollte mich meinetwegen. Es hat stets eine Weile gedauert, bis ich in einer Beziehung das ganze durchschaut hatte. Aber immerhin hatte ich dann immer die Kraft, mich davon zu lösen. Ein Anfang, oder?
Nun aber stehe ich da …. lasse mich nicht mehr so einfach fassen, weiß, worauf es mir heute ankommt. Und?
Nichts!
Hindert die eigene Vorsicht? Ist es die Angst vor erneuter Enttäuschung?
Nein!
Denn ich hatte den Versuch gewagt bei einem Menschen, der genau das war, nach dem alle von uns suchten, alle, ohne Ausnahme.
Es steht nicht zur Debatte, dass dieser Versuch in die Hosen ging, nein!
Zur Debatte steht: ich hatte den Mut, ich hatte die Kraft, ich wusste, was mir gut täte, und ich hätte alles dafür getan, das es funktioniert!
Ich hatte also nicht aufgegeben, ich habe neu dazu gelernt, ich hatte eine richtige Wahl getroffen, ich habe mich nicht an die Hand nehmen lassen, sondern selbst nach einer Hand gefasst.
Die Kleinen sind damit also einen Schritt weiter. Selbst mit dem Schmerz, dass ihr Glück nur kurz war.
Und ich?
Dazu finden sich jetzt keine Worte mehr! Nicht heute.

Regentropfen

4. Januar 2014

4.1.14
Vor Monaten habe ich eine Karte gekauft, auf der gedruckt steht: Für dich! Regentropfen, die an dein Fenster klopfen, das merke dir: Die sind ein Gruß von mir!

Habe euch ja schon von magischen Momenten in meinem Leben erzählt, und davon, dass ich den Regen so liebe. Diese Postkarte wollte ich jemanden schenken mit viel Liebe. Also schrieb ich darauf:
„Wenn der Regen prasselt, ist da die unbändige Kraft. die alles verändert, die Mut macht! Wenn Blitz und Donner den Himmel zerreißen, oder sich Niesel auf das Gesicht legt – sind es Umarmungen von Mutter Natur, die vom Werden sprechen und von Dauer! Regen ist Glück für mich! Und jeder Tropfen, der Sie erreicht, soll Ihnen davon geben, unendlich viel!“
Mit diesen Zeilen wollte ich teilhaben lassen und von mir ein Stück mehr zeigen. Aber?
Zwei Tage später kam die Flut über das Sachsenland. Mein erster Gedanke- menno, was denn das? Mein zweiter Gedanke- lieber nicht schenken, wäre makaber! War gut so, denn der Adressat war von der Flut betroffen! Man stelle sich vor, ich hätte die Karte geschenkt!!! Nun liegt sie hier seit Monaten – auf ihr ein Teddy, der sehnsuchtsvoll durch verregnetes Glas schaut!
Was ich sagen wollte: Es war wieder mal so ein Moment, der mich mit meiner Ahnung sehr verwirrt machte. Immer wieder passieren solche Dinge in meinem Leben. Sag ich ja, verrückt!

Regentropfen

Was heißt LIEBEN?

15. November 2013

5.12.13

Ist es überhaupt möglich, einen Menschen zu lieben, wirklich zu lieben, ohne ihn richtig zu kennen?
Oder füttert man nur die eigene Fantasie mit all den Wunscheigenschaften an?
Was macht die Chemie des Körpers mit einem, wenn es in den ersten Minuten funkt?
Ich habe für mich raus gefunden – es war nicht Chemie, es war Rückkopplung zu Positiven!
Kann man überhaupt lieben, wenn es da keinen Kontakt gibt? Ist es nur eine Verliebtheit, weil man sich selbst füllt mit Gutem?
Oder ist es doch Liebe, wenn man vergeben kann, wenn man sich reinfühlen kann, wenn man alles drumherum versteht, selbst wenn man dabei auf der Strecke bleibt?
Was ist Liebe?
Dass man glaubt, seine zweite Hälfte entdeckt zu haben, die einen vollkommen macht, ganz macht?
Ich weiß mittlerweile von mir:
Ich fühle mich ganz, fühle mich richtig, wenn ich es in Augen sehe, die auf mich schauen. Wenn ich also mich finde in den Augen des anderen, wenn aus diesen Augen heraus meine Wertigkeit für den anderen springt. Anders gesagt:
Ich liebe, wenn meine Gesamtheit im anderen gespiegelt wird, wenn ich in seinem Blick sehe, welche Bedeutung ich für ihn habe. Nur über diese Rückkopplung kann bei mir so tiefes Vertrauen entstehen, dass dies in Liebe münden kann!
Und ich liebe … momentan … immer noch … fester als je zuvor. Kann nichts dagegen tun.


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