Kampf einer Löwin

Du wachst auf, da ist kein Kind bei dir? Wieso hast du geschlafen? Wo ist das Baby?
Grauenvoll stelle ich mir das Szenario vor, wenn du zu einer natürlichen Geburt angetreten bist…..plötzlich wie aus dem Nichts aufwachst, und nicht weißt was passiert ist.
Von anderen musst du erfahren, dass man dir und dem Kind das Leben retten musste, dich dafür Hals über Kopf in Narkose setzen musste, wovon du gar nichts mehr mitbekommen hast.
Du öffnest die Augen und erlebst das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann: Was ist los? Wo ist mein Kind?
Dass dies ein schweres Trauma ist, will eine frisch gebackene Mama nicht wahrhaben. Sie tut alles in ihrer Macht stehende, um bei ihrem Kind zu sein. Der Instinkt funktioniert, die Seele wird ausgeblendet.
Später, wieder zuhause, willst du alles für dein Kind sein, kämpfst wie eine Löwin darum, dass alles so funktioniert, wie man es bei einer frisch gebackenen Mutter erwartet….glaubst du! Aber niemand erwartet etwas, niemand!
Nach so einem lebensbedrohlichen Zustand kann niemand etwas erwarten.
Jeder dich umgebene Mensch ist froh, dass ihr beide überlebt habt, mehr erst einmal nicht!
Aber du willst funktionieren, willst in das Schema passen, was andere vorgeben. Also verheimlichst du jedem, wie es in dir aussieht. Alle Kontakte nach außen vermeidest du, niemand darf merken, wie unsagbar schwer der Anfang ist für euch. Menschen, die dich lieben, die dir beistehen wollen, stößt du weg, schmeißt mit Verletzungen um dich, damit du dir auch ja sicher bist, dass sie wegbleiben. Du lügst sie an, was deinen Zustand betrifft.
Es macht hilflos, nichts tun zu können. Es tut weh, das eigene Kind in so einer Situation zu wissen, aber ihm nicht beistehen zu dürfen.
Das Kind, das niemals schwach wirken möchte, das niemals so sein wollte wie die eigene Mutter…traurig, verzweifelt.
Was du aber vergisst: Du wirst geliebt und nicht bewertet!!

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2 Antworten to “Kampf einer Löwin”

  1. ueberlebendlebendig Says:

    Ich weiß nicht recht was ich sagen soll. Nur das es mich berührt und das ich Mutter und Kind jede Menge gute Wünsche senden mag! Und auch der Oma.
    Das gelesene berührt mich sehr. Ich kann nur ahnen wie anstrengend und schwer es für alle Beteiligten ist… wenn du magst fühle dich gedrückt..

    Gefällt 1 Person

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